HSV
HSV hat schon 10,5 Millionen Euro investiert: Wie teuer wird der Transfer-Sommer?
Der HSV hat in diesem Sommer schon über zehn Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben. Doch es ist noch lange nicht Schluss.
Im vergangenen Sommer gab es beim HSV nach dem Bundesliga-Aufstieg mit weit über 20 Transferbewegungen einen XXL-Umbruch im Kader. Ein Jahr später stehen erneut zahlreiche Veränderungen an – dabei geht es diesmal auch um viel Geld. Schon nach den ersten Zugängen drängt sich die Frage auf: Wie teuer wird der Transfer-Sommer für den HSV?
Fragen nach dem Transferbudget für die kommende Saison werden im Volkspark nur ungern oder gar nicht beantwortet. Der Grund: Würde der HSV seine finanziellen Möglichkeiten offenlegen, könnte das in Verhandlungen mit anderen Klubs zum Nachteil werden. Die Konkurrenz soll möglichst im Unklaren über die verfügbaren Mittel bleiben.
HSV hat bereits drei Zugänge verpflichtet
Fest steht: Mit Kofi Amoako, Albert Grønbæk und Martin Adeline hat der HSV bislang drei Spieler fest für die neue Saison verpflichtet – und dafür bereits tief in die Tasche gegriffen. Amoako kam per Ausstiegsklausel für 1,8 Millionen Euro aus Dresden. Bei Grønbæk (4,7 Millionen Euro) und Adeline (4 Millionen Euro) wurden die Preise frei verhandelt. Fast zehn Jahre ist es her, dass die Hamburger zuletzt mehr Geld für einen einzelnen Spieler ausgegeben haben.
Insgesamt investierte der HSV also 10,5 Millionen Euro in seine drei Sommerzugänge. Damit liegen die Transferausgaben zumindest bei den Ablösesummen schon jetzt über denen des großen Kaderumbruchs vor einem Jahr. Dabei ist noch nicht mal die Hälfte der Arbeit getan.
Kann sich der HSV wirklich Vieira leisten?
Baustellen gibt es im HSV-Kader weiterhin viele – unter anderem im Sturmzentrum, in der Innenverteidigung und auf beiden Schienenpositionen. Teilweise soll mit Leihspielern gearbeitet werden, zugleich sind weitere feste Verpflichtungen geplant. Dazu soll im besten Fall auch Fábio Vieira gehören. Zuletzt wurde im Volkspark ausdrücklich betont, dass die Verpflichtung von Adeline keinesfalls bedeute, dass ein Transfer des Portugiesen in diesem Sommer vom Tisch sei.
Im Klartext heißt das: Für einen solchen Deal sind zumindest noch ausreichende Reserven im Budget vorhanden. Selbst wenn Arsenal dem HSV beim Preis deutlich entgegenkäme, dürfte das Gesamtpaket für Vieira (Marktwert: etwa 18 Millionen Euro) bei rund zehn Millionen Euro liegen. Ein Transfer in dieser Größenordnung hätte zwangsläufig Auswirkungen auf weitere Planungen. Im Volkspark wird deshalb täglich neu bewertet, diskutiert und gerechnet.
HSV kann weiter neue Spieler kaufen
Die „Sport Bild“ hatte zuletzt spekuliert, dass sich die Gesamtausgaben für den Kader in diesem Sommer auf rund 30 Millionen Euro belaufen könnten. Belastbar ist diese Zahl nur bedingt. Schließlich geht es nicht nur um Ablösesummen, Gehälter und Beraterhonorare. Die Kalkulation ist komplex und umfasst zahlreiche weitere Faktoren, darunter auch Investitionen in die Zukunft. Zudem werden viele Kosten über mehrere Jahre verteilt.
Welche Spieler den HSV in diesem Sommer noch verlassen und welche Gehälter dadurch frei werden, wird die Aktivitäten auf der Zugangsseite ebenfalls beeinflussen. Ausschlaggebend ist das derzeit aber noch nicht. Die HSV-Bosse sind weiter handlungsfähig und können auf dem Transfermarkt nachlegen. Im besten Fall sollen bereits im Österreich-Trainingslager die nächsten Neuen kommen. Ein Kandidat bleibt Frankfurts Elias Baum.
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