Philip Otele vom HSV tritt Cameron Puertas von Werder Bremen und sieht dafür die Rote Karte

Philip Otele wurde nach seinem Foul an Cameron Puertas für zwei Spiele gesperrt. Foto: picture alliance / DeFodi Images

HSV-Bosse reisen nach Frankfurt: Zeigt der DFB doch noch Gnade bei Otele?

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Noch ist nicht final geklärt, wie lange Philip Otele seinem Team fehlen wird. Der erste Einspruch des HSV gegen die Zwei-Spiele-Sperre wurde vom DFB abgelehnt – am Freitagmittag kommt es nun aber zu einer mündlichen Verhandlung in Frankfurt. Die Hamburger wollen nicht akzeptieren, dass Otele wegen seines rohen Foulspiels an Werder-Profi Cameron Puertas auch am Samstag nächster Woche (2. Mai) bei Eintracht Frankfurt fehlen soll.

Sportdirektor Claus Costa und Vereinsjustiziar Dr. Philipp Winter begleiten Otele zum DFB-Campus in Frankfurt. Um 12.30 Uhr beginnt der Termin unter der Leitung von Stephan Oberholz, dem Vorsitzenden des Sportgerichts. Rund 22 Stunden zuvor zeigte sich Merlin Polzin am Donnerstagnachmittag zuversichtlich, dass der Wille des HSV erhört werden wird. Der Optimismus des Trainers rührt aus dem Gespräch, das er nach dem verlorenen Nordderby (1:3) mit Schiedsrichter Florian Exner geführt hatte.

HSV-Profi Philip Otele sah in Bremen Rot von Schiri Exner

„Der Austausch war sehr sachlich“, verriet Polzin fünf Tage nach der Pleite in Bremen. Exner habe ihm bereits in den Katakomben „erläutert, was ihn dazu bewogen hat, diese Karte zu zeigen“. Zur Erinnerung: Otele war für sein fahrlässiges Einsteigen gegen den grätschenden Puertas bestraft worden. Hauptreferee Exner hatte das Foul zunächst nicht erkannt, sich nach Eingriff des VAR aber für den Platzverweis entschieden. Hinterher räumte er indes ein: „Ich kann verstehen, wenn man sagt, dass es nicht die klarste Rote Karte der Welt war. So ehrlich muss man sein.“

Schiedsrichter Florian Exner zeigte Philip Otele die Rote Karte. imago images/Nordphoto
Florian Exner zeigt Philip Otele die Rote Karte
Schiedsrichter Florian Exner zeigte Philip Otele die Rote Karte.

Die HSV-Verantwortlichen zeigten nach Abpfiff wenig Verständnis für den Platzverweis – sie können aber noch weniger nachvollziehen, dass es trotz der zum Teil einsichtigen Worte des Referees eine Zwei-Spiele-Sperre für Otele setzte. Der erste Einspruch blieb erfolglos, der zweite Versuch soll nun dazu führen, dass der DFB im Fall des Nigerianers Gnade zeigt.

Polzin hofft vor DFB-Anhörung auf eine „passende Lösung“

„Ich vertraue bei der Qualität der Schiedsrichter darauf, dass wir eine Lösung finden werden, die passend ist“, sagte Polzin auf der Pressekonferenz – und befand: „Es wäre weniger passend, einen Spieler für zwei Spiele zu sperren, obwohl der Schiedsrichter seine Rote Karte öffentlich zum Thema gemacht hat.“ Exner habe nicht nur gegenüber Medienvertretern, sondern auch im Gespräch mit ihm eingeräumt, „dass es eine sehr harte Entscheidung war, die man auch hätte anders treffen können“, berichtete Polzin.

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Gegen Hoffenheim muss der Coach definitiv ohne Otele planen. Der Leihprofi vom FC Basel stand in Bremen nicht in der Startelf, sondern kam erst in der 66. Minute ins Spiel, ehe er 13 Minuten später des Feldes verwiesen wurde. Wie schon beim Nordderby wird Polzin wohl auch an diesem Samstag (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) auf einen Doppelsturm setzen – bestehend aus Ransford Königsdörffer und Robert Glatzel. In Frankfurt möchte der 35-Jährige aber wieder auf Otele zurückgreifen können. Die Entscheidung darüber fällt am Freitag.

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