Merlin Polzin lacht auf dem Trainingsplatz

Merlin Polzin ist vor dem Spiel gegen Augsburg guter Dinge. Foto: WITTERS

HSV-Trainer Polzin pokert beim Personal – Kuntz erwartet Punkte

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Am Samstag (15.30 Uhr) steht für den HSV beim FC Augsburg ein Schlüsselspiel an. Mit einem Sieg könnten die Hamburger den Abstand auf den FCA auf fünf Zähler vergrößern. Bei einer Niederlage würde der direkte Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt in der Tabelle vorbeiziehen – und der HSV könnte am Ende des Spieltags sogar bis auf den Relegationsplatz abrutschen. Risiko und Chance liegen dicht beieinander.

„Wir sind jetzt öfter schon für ein tolles Spiel gelobt worden, aber da hatten wir dann keine Punkte. Mir gefällt der Vortrag, der zu drei Punkten führt“, sagt HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz mit Blick auf die Partie in Augsburg. Seine Botschaft ist klar: Nach vier sieglosen Liga-Spielen in Folge will der HSV-Boss langsam mal wieder ein richtiges Erfolgserlebnis sehen.

Polzin will mit „bestimmter Art von Fußball punkten“

Widerworte von Trainer Merlin Polzin gibt es keine. „Für mich ist es definitiv so, dass wir als HSV bei dem Weg, den wir seit einem Jahr zusammen eingeschlagen haben, durch eine bestimmte Art von Fußball punkten wollen. Wir wollen vor allem auf unsere Art und Weise erfolgreich sein“, meint der Coach, der seine Mannschaft in Augsburg keinesfalls in der Favoritenrolle sieht. „Wir spielen gegen eine Mannschaft, die seit 15 Jahren in der Bundesliga spielt. Das haben sie uns als HSV deutlich voraus.“

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Polzin warnt vor der „Variabilität“ im Spiel des FCA. Dass die Augsburger – wie der HSV – erst zwei von zehn Liga-Spielen gewinnen konnten, spielt für ihn keine Rolle. „Da muss man die Leistungen und Ergebnisse voneinander trennen“, sagt er und betont, dass der HSV nur dann eine Chance habe, wenn seine Mannschaft in Augsburg im Spiel mit und gegen den Ball an die 100 Prozent des Leistungsvermögens herankomme.

Drei HSV-Profis fallen in Augsburg verletzt aus

Auf welches Personal und welche Startelf der HSV-Coach dabei setzen wird, ließ er am Donnerstag unbeantwortet. Alle Nationalspieler sind zurück in Hamburg; lediglich Warmed Omari, Daniel Elfadli und Yussuf Poulsen werden verletzungsbedingt fehlen. Der Rest des Kaders steht zur Verfügung. Auch Fábio Vieira und Immanuel Pherai sind nach ihren Sperren wieder dabei.

Auch Glatzel ist für Polzin eine Sturm-Option

Wird Vieira direkt wieder von Anfang an spielen? Und bekommt Ransford Königsdörffer den Platz im Angriff? Beides ist laut Polzin noch offen. Bei der Sturm-Besetzung nennt er auch Robert Glatzel als Option. Eine Entscheidung soll erst nach dem Abschlusstraining am Freitag fallen. Polzin: „Ich freue mich, dass beide fit sind.“

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Auch bei Vieira will Polzin noch pokern. „Er wird für das Wochenende wieder ein Teil des Kaders sein“, sagt er. Über die vielen Karten und die zwei Platzverweise sei mit dem Portugiesen gesprochen worden. Künftig soll er nur noch mit seiner spielerischen Klasse für Aufsehen sorgen. „Er kann den Unterschied definitiv ausmachen. Das hat er in den Spielen schon gezeigt und das zeigt er permanent im Training“, so Polzin. Eine Startelfgarantie gibt es trotzdem nicht.

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