Die HSV-Profis Yussuf Poulsen, Nicolás Capaldo und Miro Muheim (v.l.) besprechen sich während einer Partie.

Yussuf Poulsen (l.) ist Kapitän des HSV, Nicolás Capaldo (M.) und Miro Muheim sind seine Stellvertreter. Gegen Leverkusen aber könnte ein anderer die Binde tragen. Foto: WITTERS

Neues Kapitäns-Duell beim HSV: Polzin verrät die Favoriten und Capaldo-Details

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Die Enttäuschung über das 1:2 gegen Leipzig steckt dem HSV noch in den Knochen, da wartet schon die nächste schwere Aufgabe gegen ein Spitzenteam der Liga. Am Mittwochabend (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) ist Leverkusen im Volkspark zu Gast. Womöglich kommt es dann zu einer Saison-Premiere. Denn einiges spricht dafür, dass der HSV einen neuen Kapitän braucht.

Eigentlich ist die Frage im Volkspark klar geregelt. Fehlt Amtsinhaber Yussuf Poulsen, ist Nicolás Capaldo sein Stellvertreter. Fällt auch der Argentinier aus, wird Miro Muheim zum HSV-Käpt’n. So war es auch gegen RB, nachdem Capaldo früh verletzt raus musste. Was aber, wenn alle drei nicht in der Startelf stehen?

Capaldo wird dem HSV mehrere Wochen lang fehlen

Genau dieser Fall dürfte am Mittwoch eintreten. Denn sowohl Capaldo, der mit einer Bauchverletzung einige Wochen lang ausfällt, als auch der gelbgesperrte Muheim fehlen. Ob es Poulsen schon wieder in die Startelf schafft, ist fraglich. Zuletzt tastete sich der Däne mit drei Joker-Einsätzen heran – erst über 18, dann über 25 und zuletzt über 23 Minuten gegen seinen Ex-Klub Leipzig. Und auch gegen Leverkusen dürfte Poulsen eher ein Kandidat für eine Einwechslung in Hälfte zwei sein.

Nicolás Capaldo verletzte sich gegen Leipzig und wird dem HSV mehrere Spiele lang fehlen. imago/Claus Bergmann
HSV-Profi Nicolás Capaldo liegt auf dem Boden
Nicolás Capaldo verletzte sich gegen Leipzig und wird dem HSV mehrere Spiele lang fehlen.

„Yussi hat die Belastung gut verkraftet, es sind jetzt aber nur zwei Tage Pause bis zum nächsten Spiel“, sagte Merlin Polzin am Dienstag. „Deswegen bin ich sehr eng mit ihm im Austausch, ob es für morgen Sinn macht, mehr zu spielen.“ Die klare Tendenz: ein erneuter Bankplatz für den 31-Jährigen am Mittwochabend. Für diesen Fall bräuchte der HSV einen neuen Kapitän. Denn auch der zu Holstein Kiel gewechselte Jonas Meffert, der einer der Stellvertreter von Poulsen war, ist nicht mehr da.



Wer könnte den HSV aufs Feld führen? In Frage kommen eigentlich mehrere Profis. Insbesondere Daniel Heuer Fernandes darf sich gute Chancen ausrechnen, bereits in früheren Jahren avancierte der Torwart mehrfach zum Ersatz-Kapitän. Sollten Polzin und sein Trainer-Team lieber einen Feldspieler als Käpitän ernennen wollten, hätten sie in Daniel Elfadli einen möglichen Kandidaten. Der Allrounder könnte am Mittwoch eine neue Chance in der Startelf erhalten und für Jordan Torunarigha auf der linken Seite der Abwehr-Dreierkette beginnen.

Remberg oder Heuer Fernandes: Wer wird fünfter Kapitän?

Polzin sieht Elfadli aber wohl nicht in der ganz engen Auswahl – sondern neben Heuer Fernandes auch Nicolai Remberg. „Ferro oder Rambo könnten dieses Amt ausfüllen“, sagte der Coach. „Das kommunziere ich aber mit der Mannschaft in Ruhe. Das haben wir schon im Einzelnen getan, aber noch nicht mit allen. Es ist aber kein Geheinis, dass einer der beiden Jungs vorangehen wird, was die Binde angeht.“

Zu den Kandidaten würde theoretisch auch Albert Sambi Lokonga zählen, der in der Winterpause in die interne Leadership-Gruppe aufgenommen wurde. Für den Belgier dürfte ein Startelfeinsatz nach gerade überstandener Verletzung allerdings noch zu früh kommen. Polzin hofft, Sambi Lokonga eher am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) in Wolfsburg wieder von Beginn an aufbieten zu können.

HSV-Coach Polzin hofft auf Capaldo-Rückkehr beim BVB

Vorerst muss sich der Trainer final in der Kapitänsfrage entscheiden. Vieles spricht dafür, dass nach Capaldo (17-mal Spielführer in dieser Saison), Muheim (viermal), Poulsen und Meffert (je ein Spiel) ein neues Kapitel aufgeschlagen wird – und ein fünfter Profi mit der Binde auflaufen wird. Entweder Keeper Heuer Fernandes. Oder Abräumer Remberg. In Wolfsburg wird Muheim dann wieder zu den logischen Anwärtern zählen. Und Capaldo? Polzin ist froh, dass es den 27-Jährigen vergleichsweise glimpflich erwischt hat.

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„Mit der Reaktion auf dem Feld haben wir deutlich Schlimmeres befürchtet“, so der Übungsleiter. „Wir sind sehr gut dabei weggekommen.“ Polzin hofft, dass Capaldo schon vor der Länderspielpause Ende März wieder zur Verfügung stehen wird. Mit Blick auf das Spiel gegen Köln (14. März) werde es „eng – aber Capi ist dafür bekannt, den einen oder anderen Schmerz zu ertragen, um der Mannschaft zu helfen“. Womöglich wird Capaldo deshalb schon in Dortmund (21. März) wieder einsatzfähig sein.

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