Horst Schnoor ist tot: HSV trauert um seinen Rekord-Torwart
Kein Torhüter stand öfter für den HSV zwischen den Pfosten und hielt seinem Verein so lang die Treue. Entsprechend groß ist nun die Trauer des Vereins um Horst Schnoor. Der Meisterkeeper von 1960 verstarb in der Nacht zu Mittwoch im Alter von 91 Jahren und hinterlässt eine große Lücke.
15 Jahre lang stand Schnoor beim HSV unter Vertrag, absolvierte von 1952 bis 1967 insgesamt 507 Pflichtspiele. Neben der Meisterschaft holte er mit seinem Klub 1963 auch noch den DFB-Pokal. Der im Juli 2022 verstorbene Uwe Seeler bezeichnete ihn einst als „Mann der tausend Hände“.
Ex-HSV-Keeper Schnoor war auch abseits des Platzes beliebt
Schnoor wurde beim HSV aber nicht nur als Ausnahme-Torwart geschätzt, sondern war auch abseits des Platzes überaus beliebt. Regelmäßig kam er in den vergangenen Jahrzehnten zu den Heimspielen in den Volkspark. Auch, nachdem er vor zwei Jahren zunächst schwerer erkrankte, sich davon aber erholte.

Zuletzt war Schnoor Ende November dabei, als der HSV seinen berauschenden Last-Minute-Sieg gegen den VfB Stuttgart (2:1) feierte. Kurz darauf aber stürzte er schwer. Wenngleich es zuletzt mit ihm wieder etwas bergauf zu gehen schien, schlief er nun in der Nacht zu Mittwoch ein.
Nur noch zwei HSV-Meister von 1960 sind am Leben
„Mit Horst Schnoor verlieren wir einen der größten Keeper und eine herausragende Persönlichkeit unserer Vereinsgeschichte“, ließ der HSV am Mittwoch über seine Vereins-Kanäle wissen. „Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Fanmilie und allen Angehörigen.“
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Damit sind aus der legendären HSV-Meisterelf nur noch zwei Spieler am Leben: Gert „Charly“ Dörfel (86) und Klaus „Micky“ Neisner (89). Am Sonntag gegen RB Leipzig (19.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de) werden die HSV-Profis aller Voraussicht nach mit Trauerflor auflaufen, um Schnoor ehrenvoll zu gedenken.
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