„Hier gibt es Gift im Umfeld!“ Frankfurt-Coach Riera mit Wutrede vorm HSV-Spiel
Schnappt sich der HSV in Frankfurt die noch fehlenden Punkte im Kampf um den Klassenerhalt? Während die Hamburger am Freitag bis unmittelbar vor der Abreise nach Hessen keine weiteren Ausfälle zu beklagen hatten und sich über die Kader-Rückkehr von Luka Vuskovic, Jean-Luc Dompé und Yussuf Poulsen freuen, ist in Frankfurt ordentlich Feuer unter dem Dach. Trainer Albert Riera ließ sich auf der abschließenden Pressekonferenz vor der Partie (Samstag, 15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) zu heftigen Attacken gegen die Frankfurter Presse hinreißen und pöbelte: „Hier gibt es Gift im Umfeld!“
Was war passiert? Unter der Woche hatte die „Bild“ über einen Zwist des bei der Eintracht umstrittenen Trainers mit Angreifer Jonathan Burkardt berichtet. Dabei soll es auch um mangelnde Fitnesswerte des Stürmers gegangen sein.
Frankfurts Trainer Albert Riera redet sich in Rage
„Das ist totaler Bullshit“, pestete Riera am Freitag in Richtung der anwesenden Journalisten und redete sich in Rage. „Was soll ich hier erklären? Ich muss euch nichts erklären, ihr schreibt sowieso, was ihr wollt. Informiert euch besser.“ Und weiter: „Das hier ist keine Bar und kein Zirkus. Das ist ein ernsthafter, professioneller Fußballverein. Ich werde Lügen nicht tolerieren, die Fans verdienen es, die Wahrheit zu kennen.“

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Spürbar gereizt trat der Spanier vor die Presse, ganz offensichtlich aufgewühlt von der Berichterstattung der vergangenen Tage. Gleich die erste Frage, wie er den HSV besiegen wolle, bügelte er unwirsch mit den Worten ab: „Ich habe nicht vor, über die Taktik zu sprechen. Darüber spreche ich mit meinen Coaches.“ Allerdings versprach Riera später: „Jeder Spieler wird 100 Prozent für dieses Trikot, diesen Klub und unser Ziel geben. Wir wollen eine weitere Saison in Europa verbringen.“
Frankfurt spielt bislang eine enttäuschende Saison
Ob die Eintracht unter den gegebenen Umständen tatsächlich in der Lage sein wird, gegen den HSV ihre beste Leistung abzurufen, bleibt abzuwarten. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Partien hat die Kritik an Riera weiter zugenommen. Mit einem Punkteschnitt von 1,45 pro Partie seit seinem Amtsantritt im Februar liegen die Hessen nur knapp über der Ausbeute vor der Riera-Verpflichtung (1,35). Frankfurt liefert sich als Tabellensiebter ein Fernduell mit den punktgleichen Freiburgern um einen sicheren Platz im internationalen Geschäft. Druck empfindet Riera dabei nicht: „Fußball ist kein Druck, Fußball ist schön. Druck, in Europa spielen zu wollen, ist kein Druck. Nichts zu essen zu haben, das ist Druck.“
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Für die anwesenden Journalisten hatte der Trainer noch einen Hinweis parat: „Ihr wollt den Fans die Info geben, dass alles schlecht ist. Nichts ist schlecht. Nichts! Unser Gefühl ist fantastisch.“ Ob das wirklich so ist, wird seine Mannschaft am Samstag unter Beweis stellen müssen.
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