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Herbe Enttäuschung: WM-Aus von HSV-Star Capaldo sorgt in Argentinien für Wirbel
Zwei Wochen lang hoffte Nicolás Capaldo darauf, noch nachträglich in Argentiniens WM-Kader zu rutschen. Am Donnerstagabend aber platzte der Traum des HSV-Profis.
Kurz bevor der Ball zum ersten Mal rollte, war die WM für Nicolás Capaldo schon wieder vorbei. Rund eine Stunde vor dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika (2:0) erfuhr der HSV-Profi am Donnerstagabend, dass er nicht in den Kader Argentiniens nachnominiert wird. Stattdessen erhält Marcos Senesi (wechselte gerade zu Tottenham) den freien Platz. Nach zwei Wochen des Hoffens ein herber Schlag für Capaldo.
Aus der Traum – Capaldo fährt nicht zur WM. Dabei wurden ihm zwischenzeitlich beste Chancen eingeräumt, den verletzten Leo Balerdi (Marseille) ersetzen zu dürfen. Der Hamburger zählte zu einer Reihe von Spielern, die nicht im vorläufigen 26-Mann-Aufgebot standen, aber trotzdem Teil des Teams sind, um im Notfall einspringen zu können. Beim 2:0 gegen Honduras am vergangenen Sonntag hatte Capaldo sogar sein Debüt für Argentinien gefeiert und war nach 82 Minuten eingewechselt worden. Anschließend gegen Island (3:0) durfte er dann aber schon nicht mehr ran.
HSV-Profi Capaldo zog gegen Senesi den Kürzeren
Da deutete sich bereits an, was der argentinische Verband nun verkündete. Anstelle von Capaldo oder anderen Kandidaten erhält Senesi den freien Platz im Aufgebot. Der 29-Jährige befand sich gerade mit seiner Freundin im Ibiza-Urlaub, als er den erlösenden Anruf erhielt. Der Hintergrund seiner Nominierung: Als klassischem Innenverteidiger traut Nationaltrainer Lionel Scaloni ihm am ehesten zu, im Fall der Fälle nahtlos einspringen zu können. Capaldo hingegen wurden seine Fähigkeiten als Allrounder, die ihn beim HSV auszeichnen, diesmal zum Verhängnis.
Ironie des Schicksals, dass ihm nun ein künftiger Kollege seines HSV-Kumpels Luka Vuskovic den WM-Platz raubt. Senesi spielte bei Premier-League-Klub Bournemouth eine Top-Saison, wechselte gerade ablösefrei zu Tottenham. Dort wird auch der kroatische WM-Teilnehmer Vuskovic nach seiner HSV-Leihe im Anschluss an das Turnier zurückerwartet.
Die WM wäre Capaldos erstes großes Turnier gewesen
Capaldo soll auf die Nachricht gefasst, aber auch enttäuscht reagiert haben. Die WM wäre sein erstes großes Turnier gewesen, entsprechend tief sitzt der Stachel bei ihm. Dazu passt, dass er sich noch nicht in den sozialen Medien äußerte. In den vergangenen Tagen hatte der 27-Jährige regelmäßig Fotos gepostet, unter anderem eine Umarmung mit Superstar Lionel Messi nach dem Island-Spiel.
In Kürze wird sich der HSV-Profi nun von seinen argentinischen Kollegen verabschieden und in den Sommerurlaub starten. Durchaus möglich allerdings, dass er bis Anfang der Woche noch beim Team bleibt. Sollte es zu weiteren Verletzungen kommen, können noch bis 24 Stunden vor dem ersten WM-Auftritt Argentiniens gegen Algerien (Mittwoch, 3 Uhr) Spieler nachnominiert werden.
TV-Journalist wird nach dem Capaldo-Aus angefeindet
In Argentinien sorgte die Entscheidung gegen Capaldo für Diskussionen. Angefeindet wird vor allem TV-Journalist Diego Monroig, der bis zuletzt eine Nominierung Capaldos prophezeit hatte. Dem ESPN-Reporter wurden in den sozialen Medien nun prompt zahlreiche Falschbehauptungen der vergangenen Jahre unter die Nase gerieben. „Dieser jüngste Fauxpas bei der WM-Aufstellung ist kein Einzelfall, sondern reiht sich ein in eine Liste von Ankündigungen, die als spektakuläre TV-Inszenierung in die Annalen eingegangen sind“, titelte das Nachrichtenportal „Diario Primera Linea“. Eine Diskussion, die Capaldo allerdings auch nicht mehr weiterhilft.
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