Heißer Poker um HSV-Stürmer: Auch europäische Klubs wollen ihn
Die Tendenz ging schon seit Wochen in diese Richtung, mittlerweile wurde die Entscheidung endgültig getroffen: Maurice Boakye, der mit 19 Toren viertbeste Knipser der Regionalliga Nord, wird den Volkspark nach der Saison verlassen. Weil der HSV nicht mehr mit dem 21-Jährigen plant, ist längst ein heißer Poker um seine Zukunft entstanden.
Zusammenfassung:
- Maurice Boakye verlässt den HSV nach der Saison.
- Mehrere deutsche Zweitligisten und ausländische Vereine zeigen Interesse.
- Boakye sucht nach der besten Adresse für seinen nächsten Karriereschritt.
Nach MOPO-Informationen sind mehrere deutsche Zweitligisten an Boakye interessiert, mindestens eine Handvoll sollen es sein. Aber auch Vereine aus dem Ausland sind längst auf den Stürmer aufmerksam geworden, dessen HSV-Vertrag Ende Juni ausläuft und nicht verlängert wird. Die Spielerseite führt Gespräche mit Vereinen aus den ersten Ligen von Portugal, Österreich, Polen und den Niederlanden.
Interesse an Boakye aus Portugal, Österreich und Co.
Boakye macht sich intensive Gedanken darüber, welche Adresse die beste für seinen nächsten Entwicklungsschritt ist. Er kann mehr als Regionalliga Nord, das bewies er in den vergangenen Monaten zuhauf – auch wenn er in den vergangenen beiden Partien der HSV-U21 torlos blieb. Davor aber netzte er 19-mal selbst ein und bereitete vier weitere Treffer vor, was natürlich auch Merlin Polzin nicht verborgen blieb.

In der jüngsten Länderspielpause durfte Boakye einige Male bei den Profis mittrainieren und soll hinterher positives Feedback erhalten haben. Den ganz großen Schritt trauen die HSV-Verantwortlichen dem Angreifer aber offensichtlich nicht zu. Enttäuscht darüber ist Boakye dem Vernehmen nach nicht, er blickt aber der Realität ins Auge. Und die lautet: Sich im Sturm eines Bundesligisten zu etablieren und durchzusetzen, so wie etwa Otto Stange, wird schwer, ist eine zu große Herausforderung. Deshalb reifte beim Verein und dem Spieler die Erkenntnis, dass eine Trennung in diesem Sommer die sinnvollste Option ist. Es geht darum, viel Spielzeit auf dem nächsten Level zu sammeln.
Trotz Lob und Toren: Keine Perspektive bei den HSV-Profis
Wohin es Boakye nach dem Saisonende ziehen wird, ist noch unklar. Es soll aber bereits favorisierte Ziele geben. Dem gebürtigen Hamburger werden derzeit viele Projekte vorgestellt, der Sportdirektor eines niederländischen Klubs war bereits persönlich bei einer Partie der U21, um Boakye zu beobachten. Vor vier Wochen gegen Altona 93 war er gleich dreimal erfolgreich, es war sein zweiter Hattrick in dieser Viertliga-Spielzeit. Zudem kann Boakye auf drei Doppelpacks seit Oktober verweisen. Seine Torgefährlichkeit hat sich herumgesprochen.
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Boakye kam im Sommer 2020 von Concordia Hamburg in den HSV-Nachwuchs, wo er zunächst für die U17 und die U19 auflief. 2022 wechselte er zum ETV und 2024 zur zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart, wo er sein Profidebüt feierte, aber insgesamt nicht glücklich wurde. Deshalb kehrte er im Februar 2025 zurück in den Volkspark – und präsentierte sich gereift. Mittlerweile ist Boayke die offensive Lebensversicherung der U21: In der internen Torschützenliste liegt er deutlich vor Raif Adam (sieben Saisontore), der sich im Winter der SV Elversberg anschloss. Auch Boakye wird bald eine feste neue Bleibe haben – entweder ebenfalls in der deutschen 2. Liga, oder im europäischen Ausland.
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