Das sind die heißen Kämpfe um die Derby-Plätze beim HSV
Es wird frostig in dieser Woche in Hamburg. Bis auf minus fünf Grad wird das Thermometer in den kommenden Tagen sinken. Im Volkspark auf dem Trainingsplatz soll davon nichts zu spüren sein. HSV-Coach Merlin Polzin bittet zum Derby-Vorspiel. Es geht um die Startelf- und Kaderplätze für das Stadtduell am Freitag beim FC St. Pauli (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de). Viele heiße Kämpfe werden erwartet.
Bei diesem Spiel wollen alle dabei sein – und so groß war die Auswahl beim HSV schon lange nicht mehr. Insgesamt 27 Feldspieler waren zum Wochenstart auf dem Trainingsplatz im Volkspark dabei. Polzin kann mit Blick auf das Stadtderby nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Yussuf Poulsen (Aufbautraining) und Warmed Omari (Trainingsrückstand) stehen alle Profis für den Auftritt beim FC St. Pauli am Freitag wohl zur Verfügung.
Keine große HSV-Rotation nach dem Gladbach-Spiel
„Wir sind gut aufgestellt“, sagt Polzin. „Ich freue mich auf die Trainingswoche, dass ich bei den Jungs sehe, wer voll da ist, wer Bock hat und wer sich durch Trainingsleistungen in den Vordergrund spielt.“
Heiße Kämpfe um die Derby-Plätze gibt es einige. Eine große Rotation ist nach dem 0:0 gegen Mönchengladbach allerdings nicht zu erwarten. Dafür war die Leistung – auch wenn am Ende ein Tor und das passende Ergebnis fehlte – unterm Strich zu überzeugend.

In der Abwehr stellt sich die Frage, ob Daniel Elfadli, der seine Sperre abgesessen hat, wieder direkt Jordan Torunarigha verdrängt. Polzin spricht von einem Duell „auf sehr hohem Niveau“. Die Entscheidung wird frühestens am Donnerstag fallen. Vielleicht werden am Ende auch beide gebraucht. Das wäre der Fall, wenn Nicolás Capaldo, der gegen Gladbach angeschlagen ausgewechselt werden musste, bis zum Stadtderby nicht wieder bei 100 Prozent sein sollte. Aktuell geht Polzin davon aber nicht aus.
Wird Sambi Lokonga rechtzeitig komplett fit?
Auch Albert Sambi Lokonga (fehlte gegen Gladbach) soll für das Derby fit werden. Ob er es direkt wieder in die Startelf schafft, ist jedoch fraglich. Auch das wird jetzt auf dem Trainingsplatz entschieden. Sollte sich Sambi Lokonga durchsetzen, würde Fábio Vieira, der zuletzt im zentralen Mittelfeld an der Seite von Nicolai Remberg stark spielte, wieder mehr in die Offensive rücken.
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Ein größeres Fragezeichen steht noch hinter der Sturm-Besetzung. Gegen Gladbach hatte Polzin auf einen Mittelstürmer (Damion Downs) und eine hängende Spitze (Ransford Königsdörffer) gesetzt. Auch Rayan Philippe nennt er nun als Option für das Derby. Das Gleiche gilt für Immanuel Pherai. Mit Fabio Baldé, dem einzigen gebürtigen Hamburger im Team, steht zudem wieder eine weitere Alternative für die Außenbahn bereit.
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