Die HSV-Profis blicken auf erfolgreiche erste Saison-Monate zurück.

Jubel im Volkspark: Fans und Pofis hatten mehrfach Grund zur Freude – wie hier nach dem Derbysieg gegen Werder. Foto: IMAGO/Justus Stegemann

Hätten Sie es gewusst? Hier ist der HSV schon reif für die Champions League

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HSV-Fans dürften auch über die Weihnachts-Feiertage immer mal wieder zufrieden einen Blick auf die Bundesliga-Tabelle werfen. Auf Rang 13 verabschiedete sich der Aufsteiger in die kurze Winterpause – ein prima Zwischenfazit und Beleg dafür, wie pudelwohl sich die Hamburger nach sieben Jahren Abstinenz im Oberhaus fühlen. In einigen Bereichen agiert der HSV sogar auf Champions-League-Niveau und zählt zur Crème de la Crème der Liga. Die MOPO wirft einen Blick auf die HSV-Highlights.

Fans: Daran, dass die Heimspiele im Volkspark stets ausverkauft sind, hat man sich mittlerweile gewöhnt. Im gesamten Kalenderjahr 2025 blieben nur in Liga zwei gegen Elversberg wenige hundert Plätze frei. In Sachen Auswärts-Support sind die Hamburger sogar landesweit das Maß aller Dinge: 7500 Fans begleiteten den HSV im Schnitt zu seinen acht Saison-Partien in der Fremde. Damit liegen die Hamburger noch vor Zweitliga-Primus Schalke 04 (7038) und den Bundesliga-Rivalen Bayern (6533) und Köln (6438). Das ist umso beeindruckender, da die HSV-Fans mit durchschnittlich 535 Kilometern so weite Wege wie kein anderer Verein zurücklegen mussten.

Die HSV-Profis haben eine herausragende Zweikampfquote

Zweikämpfe: 52,73 Prozent der Duelle entscheidet der HSV für sich – und belegt damit Rang drei der Liga. Nur Leverkusen (53,26) und Freiburg (53,16) sind noch zweikampfstärker.

Aluminium: Okay, keine Statistik, auf die der HSV besonders stolz sein müsste. Aber: Die insgesamt sechs Pfosten- und Lattentreffer verdeutlichen, dass sogar noch mehr als die 16 Zähler möglich gewesen wären. Lediglich die Mainzer und Leverkusener rauschten noch ein Mal öfter derart knapp am Torerfolg vorbei.


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Flanken: An Hereingaben mangelt es dem HSV nicht, sehr wohl aber an den passenden Abnehmern. Auch deshalb werden die Verantwortlichen im Winter mindestens einen weiteren Stürmer verpflichten. Geht es so weiter wie bislang in dieser Saison, darf sich der Neue über viele Flanken freuen: 170 stehen nach 15 Spielen zu Buche, damit ist der HSV die Nummer drei der Liga, hinter Mainz (179) und Stuttgart (178). Dazu passt: Jean-Luc Dompé (43) schlug die drittmeisten Flanken aller Ligaspieler.

Nur Bayern-Star Tah passt genauer als Hamburgs Elfadli

Ballbesitz: Gut, dass Daniel Elfadli kurz vor der Winterpause wieder zur Verfügung stand. Der zwischenzeitlich verletzte Defensivmann ist so ballsicher wie kaum ein anderer Bundesligaspieler. Direkt hinter Bayerns Nationalverteidiger Jonathan Tah (96,23 Prozent seiner Pässe kommen an) liegt Elfadli (95,83) – zumindest, wenn man eine Mindestzahl von fünf Saison-Einsätzen zugrunde legt.

HSV-Profi Luka Vuskovic ist der kopfballstärkste Spieler der Bundesliga. imago/Philipp Szyza
Turm in der Schlacht: HSV-Profi Luka Vuskovic
HSV-Profi Luka Vuskovic ist der kopfballstärkste Spieler der Bundesliga.

Kopfball-Monster: Mit einem Marktwert von nun 40 Millionen Euro ist Luka Vuskovic der wertvollste HSV-Spieler aller Zeiten. Warum das so ist, unterstrich der Leih-Profi der Tottenham Hotspur Woche für Woche. Seine 74 gewonnenen Kopfball-Duelle sind Liga-Bestwert, auch ansonsten besticht der 18-Jährige in den direkten Duellen. Mit einer Gesamt-Zweikampfquote von 70,21 Prozent ist er die Nummer drei der Liga (Mindesteinsatzquote: fünf Spiele), hinter Stuttgarts Ramon Hendriks (72,92) und Bayerns Min-Jae Kim (72,09).

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Pyro: Noch so eine fragwürdige Statistik – die den HSV aber ebenfalls auf einen Champions-League-Platz führt. Vier Pyro-Vorfälle wurden in dieser Saison bereits vom DFB geahndet, mit einer Gesamtstrafe von 126.000 Euro sind die Hamburger Tabellenführer, hauchzart vor dem Stadtrivalen FC St. Pauli (125.600). Deutschlandweit sorgte nur der Anhang von Drittligist Hansa Rostock für mehr Qualm (zehn geahndete Vorfälle/128.355 Euro Strafe).

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