„Haben nur reklamiert“: HSV-Profi Remberg beschwert sich über die Bayern-Stars
Mit wilden Flüchen auf den Lippen verließen die Bayern-Stars den Volkspark, die Leistung von Schiedsrichter Harm Osmers passte ihnen gar nicht. „Katastrophal“, wütete etwa Abwehrmann Josip Stanisic und sprach stellvertretend für seine Kollegen. Für HSV-Profi Nicolai Remberg rundete das den Abend nur noch ab. Nach dem 2:2 beschwerte sich der Mittelfeldmann über das Verhalten der Münchner.
Mehr als 106 Minuten dauerte die Partie im Volkspark inklusive beider Nachspielzeiten. Unzählige Male wurde auf dem Rasen und auf den Trainerbänken wild gestikuliert und mit Osmers diskutiert. Für Remberg war das zuviel des Guten.
Die Bayern-Stars diskutierten im Volkspark ständig mit Schiri Osmers
„Die Bayern haben viel mit dem Schiri diskutiert, sind immer alle hingerannt, haben nur reklamiert“, erklärte der Ex-Kieler. „Dass nur der Kapitän mit dem Schiri sprechen darf, habe ich da nicht gesehen. Wir hätten wahrscheinlich alle Gelb bekommen.“

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Klare Worte von Remberg. Tatsächlich fiel auf: Das Lamentieren der Bayern-Stars nahm Osmers hin, ohne sie großartig zu ermahnen. Dennoch waren es hinterher vorwiegend die Münchner die sich beschwerten. Insbesondere, weil Osmers tief in der Nachspielzeit nicht auf Strafstoß entschied, als HSV-Verteidiger Daniel Elfadli den Ball im Strafraum mit seinem Bauch und seinem Arm berührte. Bayern-Sportvorstand Max Eberl äußerte sich im Gespräch mit TV-Sender „Sky“ zu Osmers‘ Leistung: „Ein Schiedsrichter, der etwas überfordert war aus meiner Sicht, der viele Situationen nicht gut eingeschätzt hat. Das ist meine Meinung, keine Entschuldigung.“
Bayern-Trainer Kompany ärgerte sich über die Leistung des Referees
Auch Bayern-Trainer Vincent Kompany, der von 2006 bis 2008 Profi beim HSV war, konnte seinen Zorn nicht verbergen, nachdem ihm die Rückkehr in den Volkspark verhagelt wurde. „Es waren insgesamt 16 Minuten Spielunterbrechungen, wir hätten noch 20, 25 Minuten extra spielen können“, so der Belgier. „Ich glaube, das Spiel war sehr beeinflusst durch diese Situationen. Wenn es sechs, sieben Minuten Nachspielzeit gibt, dann ist etwas passiert im Spiel.“ Eberl ergänzte: „Für das Produkt Bundesliga war es so, dass der Schiedsrichter auf sehr, sehr viele Fallen des HSV reingefallen ist, was Zeitspiel betraf.“
Remberg aber juckte das Gejammere der Münchner nicht. „Ich finde es geil, wie wir versuchen, gegen jeden Gegner zu kicken“, lobte er seine Mannschaft. „Wir sind alle sehr mutig, und das macht uns auch aus. Der Punkt hat uns gut getan, das gibt uns viel Energie.“
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Ein Opfer aber gab es auf Hamburger Seite doch: Nicolás Capaldo sah in dem hektischen Treiben mit insgesamt neun Verwarnungen seine fünfte Gelbe Karte der Saison und wird dem HSV am kommenden Samstag in Heidenheim fehlen.
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