„Hab‘ euch lieb, HSV-Fans“: 14 emotionale Botschaften von 14 Hamburgern
Während Nicolai Remberg zu Wochenbeginn noch einmal im Volkspark trainierte und Robert Glatzel sowie Fabio Baldé sich am Dienstag beim Tennisturnier am Rothenbaum blicken ließen, dürften andere HSV-Profis bereits außer Landes im Urlaub sein. Philip Otele zum Beispiel postete ein Pool-Foto aus einem Hotel in Barcelona, nachdem er sich am Sonntagabend bereits in seiner Instagram-Story an die Fans gewandt hatte. Und auch 13 andere (Noch‑)Hamburger teilten via Social Media ihre Botschaften vor der Sommerpause.
Sehr ausführlich richtete sich Eric Huwer an seine Followerschaft. Nach dem feststehenden Bundesliga-Klassenerhalt der HSV-Frauen, die am Sonntag trotz des 0:1 gegen den FC Bayern jubelten, schrieb der Vorstand auf seinem Instagram-Kanal: „Diese Saison hat gezeigt, welche Kraft entsteht, wenn ein Verein, eine Stadt und ihre Menschen gemeinsam an etwas glauben. Danke, Hamburg ist stabil. Unsere Rückkehr ist keine Stippvisite: Wir bleiben.“ Mehr als 2000 Personen drückten auf „Gefällt mir“.
Wie Huwer hob auch Co-Trainer Richard Krohn nach dem finalen Saisonspiel der Männer in Leverkusen (1:1) die Geschlossenheit innerhalb des Vereins hervor. „Gemeinsam gegen alle! Der Zusammenhalt dieses Jahr war weltklasse“, schrieb der 30-Jährige zu einem Post auf seinem Account. Und: „Danke für diese besondere Saison, mit ganz besonderen Menschen, die ganz besondere Momente möglich gemacht haben.“
Huwer, Krohn, Höh, Bergmann und Favé zeigen sich stolz
Torwartcoach Sven Höh teilte auf Instagram ein am Samstag geschossenes Foto vor dem Gästeblock. An seiner Seite: die vier Keeper Daniel Heuer Fernandes, Sander Tangvik, Hannes Hermann und Fernando Dickes. Dazu schrieb Höh: „Ich bin stolz auf jede einzelne Leistung während der gesamten Saison – und auf die unglaubliche gegenseitige Unterstützung!“ In Max Bergmann beließ es ein anderes Mitglied des Trainerteams bei wenig Worten. Der Co-Trainer Analyse schrieb zu seinem Debütjahr beim HSV: „Ein fantastisches Jahr, eine fantastische Saison. Ich freue mich auf mehr.“
Loic Favé hatte sich bereits nach dem feststehenden Klassenerhalt in Folge des 2:1 in Frankfurt via Instagram zu Wort gemeldet. Der Assistent von Merlin Polzin brachte seine Gefühle so auf den Punkt: „Wir haben es geschafft. Ich bin stolz auf die Mannschaft, habe viel gelernt und bin hungrig auf mehr. Vielen Dank für die unglaubliche Unterstützung – durch alles hindurch standen wir als Einheit zusammen.“ Auffällig ist, dass alle HSV-Protagonisten die sozialen Medien noch einmal dafür nutzten, das besondere Wir-Gefühl im Volkspark zu betonen.
Dass die Anhänger ein Teil der Klub-Familie sind, strich nicht zuletzt Jordan Torunarigha heraus. Der Innenverteidiger schrieb nach dem letzten Bundesliga-Spieltag zu ein paar Bildern aus Leverkusen: „Danke für die Unterstützung. Hab‘ euch lieb, HSV-Fans.“ Glatzel hatte sich schon zwei Wochen zuvor dementsprechend via Instagram geäußert: „Der HSV spielt wieder … BUNDESLIGA!!! Oh oh! Danke für eure unfassbare Unterstützung, wie immer.“ Heuer Fernandes‘ Social-Media-Worte nach dem 3:2 gegen den SC Freiburg sind ebenfalls als Botschaft in Richtung des Anhangs zu deuten: „Ihr habt den Unterschied gemacht!“ Remberg schloss sich dem in seinem Post an: „Danke für diese tolle Unterstützung!“
Torunarigha, Vuskovic und Co. schreiben an die HSV-Fans
Dass sich Luka Vuskovic nicht ohne ein paar persönliche Sätze an die Fans verabschieden würde, war zu erwarten. Er schrieb nach dem Sieg über Freiburg: „Das letzte Heimspiel der Saison vor diesen unglaublichen Fans! Danke für jeden Jubel, jedes Lied, jeden Moment. Hamburg wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.“ Im HSV-Trikot aber wird er in der neuen Saison zu 99,9 Prozent nicht mehr auflaufen.
Das könnte auch für Otele gelten, der vermutlich zum FC Basel zurückkehren wird, weil Sportdirektor Claus Costa die Kaufoption in Höhe von rund fünf Millionen Euro wohl eher nicht ziehen wird. Der nigerianische Flügelspieler postete am Sonntagabend zwei Fotos in seiner Story – eines, das ihn im Jersey seines Stammklubs Basel zeigt, und eines aus der Rückrunde beim HSV. Dazu schrieb er: „Wirklich dankbar für all den Support während der gesamten Reise. Ich weiß das alles sehr zu schätzen.“ Und der Zusatz: „Gott ist der Größte.“
Wie Otele ist auch Albert Sambi Lokonga ein sehr gläubiger Profi. Deshalb schrieb der Belgier unter seinen Saisonabschluss-Post zunächst: „Danke, Jesus, für diese Zeit. Durch alle Höhen und Tiefen hindurch gebührt dir allein die Ehre.“ Schließlich bedankte sich auch Sambi Lokonga noch bei den HSV-Fans.
Warmed Omari wurde unterdessen etwas poetisch. Am Tag nach dem Remis in Leverkusen formulierte er auf Französisch: „Parler n’a jamais fait cuire le riz“. Das bedeutet auf Deutsch: „Reden allein macht den Reis noch lange nicht gar.“ Es handelt sich um ein aus China stammendes Sprichwort, das besagt, dass schöne Worte oder gute Absichten nicht ausreichen – man muss konkret handeln, um Ergebnisse zu erzielen. Will heißen: Omari ist stolz auf das mit dem HSV Erreichte. Weil sehr viel Arbeit dahintersteckt.
HSV-Präsident Köncke: „Stillstand ist keine Option“
Dessen ist sich auch Henrik Köncke bewusst. Der HSV-Präsident publizierte am Donnerstagabend ein detailliertes Saisonfazit. „Eine Fußball-Saison geht mit dem 26. und 34. Spieltag für unsere Frauen- und Männermannschaft zu Ende – und was für eine!“, heißt es auf seinem Instagram-Kanal. Dann holt Köncke aus: „Der doppelte Klassenerhalt wurde gesichert, doch diese Saison war weitaus mehr als Tabellenplätze und Ergebnisse. Sie war eine Saison voller Emotionen, Support, Choreos, ausverkaufter Heim- und Auswärtsblöcke und geprägt von Zusammenhalt, Leidenschaft und Stolz. Stolz, dass unser Verein gegen alle Widrigkeiten zusammengehalten hat, zusammenstand und für unvergessliche Momente auf und neben dem Platz gesorgt hat.“
Der 35-jährige Ex-Vorsänger streicht die Werte heraus, für die der Verein heute steht: „Dass wir nicht nur reden, sondern handeln und gemeinsam diesen neuen Weg des HSV gehen. Im Miteinander und Füreinander. Mutig und voller Überzeugung.“ Köncke verdeutlicht, dass die Verantwortlichen die Sommerpause intensiv nutzen werden, während die Spielerinnen und Spieler ausspannen dürfen. „Für unsere Frauen- und Männermannschaft im Fußball endet nun die Saison, bevor es im August wieder richtig losgeht. Für unseren HSV geht es aber jetzt genauso weiter – Stillstand ist keine Option. Immer weiter, immer im Sinne der Raute“, schreibt er.
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Und abschließend: „Dieser Verein lebt und ich danke jeder und jedem, die den HSV täglich mit Leben füllen. Ob Fan, Mitarbeitende, Ehrenamtliche, Spielerinnen und Spieler sowie Trainerinnen und Trainer. Gemeinsam vorwärts. Auf geht’s, HSV.“