Gute Muheim-Nachricht für den HSV – Zittern um Capaldo geht weiter
Mit einigen guten und einer schlechten Nachricht ist der HSV in die Stuttgart-Woche gestartet. Das Wichtigste: Miro Muheim wird nach seiner Roten Karte beim 1:1 gegen Augsburg schneller zurückkehren als zunächst erwartet. Hinter Nicolás Capaldos Comeback steht hingegen weiterhin ein Fragezeichen. Der Argentinier hat immer noch Probleme mit der Bauchmuskulatur.
Etwa 500 Fans wollten sich am Dienstagnachmittag das erste Mannschaftstraining der Woche im Volkspark nicht entgehen lassen. Das Kommen sollte sich für sie gelohnt haben. Fast alle Profis standen auf dem Platz. Dazu gehörten auch Alexander Røssing-Lelesiit und Yussuf Poulsen, die eine individuelle Einheit absolvierten. Bei Poulsen war sogar erstmals wieder der Ball dabei. Gar nicht zu sehen war hingegen Capaldo.
Capaldo hat schon fünf HSV-Spiele verpasst
Der Argentinier, der sich Anfang März beim 1:2 gegen RB Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zugezogen hatte und schon fünf Spiele aussetzen musste, muss weiter auf seine Rückkehr ins Teamtraining warten. Ob sich das im Laufe der Woche ändert, ist noch unklar. Mit Blick auf das Stuttgart-Spiel am Sonntag (17.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) dürfte es für ihn bestenfalls zu einer Jokerrolle reichen. Es ist mal wieder ein Kampf gegen die Zeit.

Nicolai Remberg dürfte den HSV in Stuttgart damit als Kapitän auf den Platz führen. Denn Miro Muheim, der zuletzt Capaldos Job übernommen hatte, ist für den Auftritt beim VfB gesperrt. Eine Woche später, beim Nordderby in Bremen, kann der Schweizer Nationalspieler aber schon wieder dabei sein. Der DFB sperrte ihn nach seiner Roten Karte wegen einer Notbremse nur für eine Partie, wertete die Aktion als unsportliches Verhalten. Das ist ungewöhnlich. Normalerweise gibt es für eine Notbremse, bei der aus dem anschließenden Freistoß oder Elfmeter kein Tor fällt, zwei Spiele Sperre.
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„Ich habe keine Begründung gelesen, ich wurde darüber informiert und von unseren Juristen gefragt, ob das in Ordnung ist. Es ist für uns in Ordnung“, sagt HSV-Sportdirektor Claus Costa über die Muheim-Sperre, mit der er, wenig überraschend, „zufrieden“ ist. Das war bei anderen Sperren in der Vergangenheit nicht immer der Fall. „Deswegen nehmen wir das auch positiv“, so Costa. Ebenfalls positiv: Bakery Jatta konnte am Dienstag das komplette Teamtraining absolvieren und ist damit ab sofort für Trainer Merlin Polzin wieder eine Option.
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