Philip Otele im HSV-Dress vor einer Moin-Wand

Philip Otele war der letzte der insgesamt 13 Transfers des HSV in diesem Winter. Foto: WITTERS

Großer Umbau für die Zukunft: HSV erlebt den größten Transfer-Winter aller Zeiten

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Große Aktivitäten auf dem Winter-Transfermarkt sind oft ein Hinweis darauf, dass in der vorherigen Wechselperiode nicht alles nach Plan gelaufen ist. Beim HSV gibt es in diesem Winter so viele Kader-Bewegungen wie noch nie zuvor in der Geschichte. Auf Fehler in der Vergangenheit sind diese Transfers aber nur bedingt zurückzuführen.

Der Deadline Day hatte es für den HSV noch einmal in sich. Gleich vier Transfer-Entscheidungen wurden am letzten Tag der Transferperiode im Volkspark getroffen. Mit Immanuel Pherai (SV Elversberg) und Aboubaka Soumahoro (Saint-Étienne) wurden zwei Profis verliehen. Otto Stange (Leihvertrag in Elversberg abgebrochen) ist hingegen ab sofort zurück in Hamburg. Philip Otele (vom FC Basel ausgeliehen) wurde als letzter Winter-Zugang präsentiert.

HSV hat im Winter 13 Transfer-Entscheidungen getroffen

Damit hat sich die Zahl der Ab- und Zugänge des Winters beim HSV auf 13 erhöht. Mit Daniel Peretz (Southampton), Jonas Meffert (Kiel), Anssi Suhonen (Odense), Emir Sahiti (Tel Aviv), Silvan Hefti (Washington), Gui Ramos (Peking), Pherai und Soumahoro haben acht Spieler den Klub verlassen. Dem gegenüber stehen mit Damion Downs (Southampton), Sander Tangvik (Trondheim), Albert Grønbæk (Rennes), Otele und Stange fünf neue Profis im Team. Auffällig: Fast die Hälfte (sechs) der Winter-Transfers sind Leihgeschäfte.

Warum gibt es nach dem XXL-Umbruch im Sommer jetzt schon wieder so viele Veränderungen im HSV-Kader? Einerseits sollte das Aufgebot verkleinert werden, um die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin kompakter zu halten. Das ist mit der Reduzierung von 31 auf 28 Profis gelungen. Auf der anderen Seite musste auf Verletzungsprobleme und mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive reagiert werden.

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Vier der fünf Winterzugänge sind Offensivspieler. Mit ihnen bekommt Polzin im Angriff mehr Optionen, der Konkurrenzkampf wird erhöht. Zu hoch sollten die Erwartungen allerdings nicht sein. Grønbæk (nur drei Joker-Einsätze in den vergangenen vier Monaten) hat – wie Downs – vor seinem Wechsel zum HSV zuletzt kaum gespielt und wird Zeit brauchen. Eine echte Soforthilfe könnte hingegen Otele sein. Der 26-jährige Nigerianer war in Basel in dieser Saison Stammspieler. Bei 32 Pflichtspieleinsätzen sorgte er für neun Tore und vier Vorlagen.

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