Albert Grønbæk mit HSV-Jacke im Volksparkstadion

HSV-Leihgabe Albert Grønbæk kam bisher nur als Zuschauer ins Volksparkstadion. Foto: imago images/HMB-Media

Grønbæk spielt um seine HSV-Zukunft – doch wann? News auch bei Capaldo

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Das Abschlusstraining am Freitag hatte er teils sogar mit dem Team absolviert, beim 2:1 in Wolfsburg am Samstag fehlte Albert Grønbæk dann aber im HSV-Kader. Das war zu erwarten – genauso wie die neuen Beobachtungen am Dienstagnachmittag: Der Däne bestritt die erste Einheit der neuen Woche gemeinsam mit seinen Kollegen und offenbarte nach seiner Faszienverletzung im rechten Oberschenkel keinerlei Probleme mehr. Was heißt das für seine kurz- und langfristige Zukunft in Hamburg? Das eine beeinflusst das andere.


Zusammenfassung:

  • Albert Grønbæk fehlte zuletzt wochenlang und wartet noch auf sein HSV-Debüt.
  • Grønbæk zeigte nach der Faszienverletzung Dienstag keine Probleme mehr im Training.
  • Der HSV hat die Option, ihn für 5 Millionen Euro fest zu verpflichten.

Wenn Grønbæk über den Sommer hinaus im Volkspark bleiben will, muss er schnellstmöglich Argumente auf dem Platz sammeln. Der HSV hat die Möglichkeit, den 24-Jährigen nach der Saison für rund fünf Millionen Euro fest von Stade Rennes zu verpflichten. Doch eineinhalb Monate nach der Bekanntgabe des Leihdeals steht Grønbæks Debüt weiterhin aus, weshalb sich die Frage stellt: Was müsste passieren, damit die Kaufoption wirklich aktiviert wird?

Leihgabe Albert Grønbæk hofft auf zeitnahes HSV-Debüt

Sicherlich einiges. Für Grønbæk kommt erschwerend hinzu, dass es für den HSV im Abstiegskampf weiterhin um alles geht. Taktische oder personelle Experimente mit der Absicht, einzelnen Profis einen Gefallen zu tun, kann sich Merlin Polzin kaum leisten – zumindest, wenn die Bundesligapartien so eng sind wie das Nordduell mit Wolfsburg. Der Trainer hofft dennoch, dass Grønbæk an den verbleibenden neun Spieltagen eine wichtige Rolle spielen kann.

Yussuf Poulsen, Nicolás Capaldo, Albert Grønbæk und Miro Muheim (v.l.) fehlten gegen Leverkusen im HSV-Kader. WITTERS
Yussuf Poulsen, Nicolás Capaldo, Albert Grønbæk und Miro Muheim auf der Auswechselbank
Yussuf Poulsen, Nicolás Capaldo, Albert Grønbæk und Miro Muheim (v.l.) fehlten gegen Leverkusen im HSV-Kader.

„Bis er wirklich bei seinen 100 Prozent ist, braucht er mal eine komplette Trainingswoche, in der er voll durchzieht und nicht gesteuert wird“, sagte Polzin am Dienstag, nachdem Grønbæk die gesamte Mannschaftseinheit bestritten hatte. Die Worte des Coaches klangen nicht so, als wäre ein Kaderplatz für den dänischen A-Nationalspieler gegen den 1. FC Köln am Samstag (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) wahrscheinlich. „Würde man ihn fragen, würde er wahrscheinlich sagen, er ist bereit“, mutmaßt Polzin. „Aber als Trainer hast du eine größere Verantwortung. Ich hoffe, dass er schnellstmöglich eingreifen kann. Aber ob es schon am Samstag ist, lässt sich noch nicht absehen.“

Capaldo-Comeback? HSV-Trainer Polzin erklärt den Plan

Polzin ist bemüht, Grønbæk bei Laune zu halten. Denn dem Profi dürfte bewusst sein, dass ihm die Zeit wegläuft, um sich im Volkspark zu empfehlen. „Natürlich weiß er, dass die Zeit jetzt nicht mehr wird – auf der anderen Seite ist Albert einfach froh, dass er jetzt wieder schmerzfrei ist“, erklärt Polzin. „Ungeduldig würde er vielleicht werden, wenn ich ihn noch mehr zurückhalten würde.“ Das möchte der Übungsleiter grundsätzlich nicht. Er will allerdings auch keinen erneuten Verletzungsrückschlag riskieren. Richtig mit Grønbæk umzugehen, ist nicht gerade einfach.

Albert Grønbæk (r.) mischte in der Köln-Woche ohne Probleme beim HSV-Training mit. WITTERS
Fábio Vieira und Albert Grønbæk beim HSV-Training
Albert Grønbæk mischte ohne Probleme beim HSV-Training am Dienstag mit.

Polzin gibt offen zu: „Sportlich sagen weder Albert noch ich, dass alles zu 100 Prozent aufgegangen ist – aufgrund der Verletzung. Das ist völlg klar. Andererseits sehe ich, was in der Kabine und im Kraftraum passiert, wie er mit den anderen Jungs umgeht.“ Das stimmt Polzin positiv. Hinzu kommt, dass Landsmann und Kapitän Yussuf Poulsen „ein fantastischer Ansprechpartner“ für Grønbæk sei. Wobei der Winter-Zugang die deutsche Sprache verstehe und teils selbst spreche. „Diese Barriere ist gar nicht vorhanden“, stellt Polzin fest. „Jetzt wird es einfach Zeit, dass er keine Schmerzen mehr hat und zeigen kann, was in ihm steckt.“ Grønbæks soll noch im März seine HSV-Premiere feiern.

Königsdörffer fehlt im HSV-Training: „Aber ist kein Thema“

Bei Nicolás Capaldo, der sich beim 1:2 gegen RB Leipzig vor eineinhalb Wochen eine Bauchmuskelverletzung zugezogen hatte, gibt es ebenfalls einen neuen Stand. Polzin hatte zuletzt angedeutet, dass er bei seinem Vizekapitän am ehesten auf ein Comeback nächste Woche Samstag (21. März) in Dortmund schielt. Nun stellt der Coach aber sogar Capaldos Rückkehr schon gegen Köln in Aussicht: „Es könnte eine Punktlandung werden. Das Ziel ist, es hinzubekommen.“ Der Argentinier trainierte am Dienstag noch nicht auf dem Platz, „aber als Trainer bist du auch ein bisschen mehr Träumer als Realist“, so Polzin grinsend. Und im Ernst: „Capi ist ein ganz wichtiger Spieler.“

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Wie Capaldo kam auch Ransford Königsdörffer am Dienstag nicht aus den Katakomben. Die Belastung des Stürmers wurde nach drei Startelfeinsätzen binnen sechs Tagen mit insgesamt mehr als 200 Minuten Spielzeit gesteuert. „Ransi hat ja immer das eine oder andere Wehwechen am Körper“, witzelte Polzin – und gab Entwarnung: „Er hat drinnen trainiert und wurde behandelt. Morgen wird er aber wieder mehr machen. Das ist für Samstag kein Thema.“

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