HSV
Gerücht um Bundesliga-Profi als Ersatz: Wie lange kann der HSV auf Vieira warten?
Kann sich der HSV auch nächste Saison Fábio Vieira leisten oder brauchen die Hamburger eine Alternative für das offensive Mittelfeld? Die Zeit wird langsam zum entscheidenden Faktor.
Viele Kaderfragen sind beim HSV mit Blick auf die kommende Saison noch offen. Das gilt sowohl für mögliche Abgänge als auch für potenzielle Zugänge. Vor allem in der Abwehr, im Mittelfeld und im Angriff suchen die Hamburger noch nach Verstärkungen. Die meisten Kandidaten sind bereits bekannt – Fábio Vieira gehört weiterhin dazu. In den kommenden Wochen dürfte jedoch zunehmend die Frage in den Fokus rücken, wie lange der HSV noch auf den Portugiesen warten kann.
Die Ausgangslage ist unverändert: Der HSV würde Vieira, der in der vergangenen Saison als Leihspieler vom FC Arsenal mit sieben Toren und fünf Vorlagen einen großen Anteil am Klassenerhalt hatte, gerne fest verpflichten. Auch der 26-jährige Offensivspieler kann sich einen Verbleib in Hamburg grundsätzlich gut vorstellen. Finanziell bleibt die Situation allerdings kompliziert.
Vieira-Transfer ist für den HSV weiter sehr riskant
Für 22 Millionen Euro hätten die Hamburger Vieira direkt nach der Saison per Kaufoption fest verpflichten können. Diese Summe war und ist für den HSV jedoch unrealistisch. Deutlich weniger als die Hälfte wäre für die Hamburger realistisch – und selbst das wäre bereits ein Risiko. Zur Ablösesumme kämen schließlich noch Gehalt und Beraterkosten hinzu. Gleichzeitig benötigt der HSV auch für weitere Transfers finanziellen Spielraum und kann nicht einen zu großen Teil des Budgets auf einen einzigen Spieler setzen.
Noch gibt es im Poker um Vieira keine Konkurrenz für den HSV
Es ist davon auszugehen, dass der Preis für Vieira in den nächsten Wochen noch sinken wird. Obwohl der Portugiese seit knapp einem Monat auf dem Markt ist, soll es bislang von keinem zahlungskräftigen Verein ernsthaftes Interesse geben. Arsenal will ihn in diesem Sommer jedoch auf jeden Fall abgeben.
Da die Londoner erst Ende Juli voll in die Vorbereitung auf die neue Saison einsteigen, verspüren sie aktuell noch keinen Zeitdruck und setzen den Poker zunächst fort. Für den HSV ist das ein Problem: Zu lange können und wollen die Hamburger auf Vieira, der sich derzeit in Porto fit hält, nicht warten. Dabei geht es auch um mögliche Alternativen. Eine davon ist Hoffenheims Muhammed Damar. Der 22-jährige Offensivspieler gilt als äußerst spannender Profi mit viel Potenzial und wäre womöglich auch als Leihgabe zu haben. Der HSV soll allerdings nicht der einzige Interessent sein.
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