Gerichtstermin und HSV-Job: Es gibt Neuigkeiten von Mario Vuskovic
Sein verzweifelter Kampf geht weiter, so viel steht fest. Nachdem Mario Vuskovic Ende August vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) bis Ende 2026 wegen Dopings gesperrt wurde, hat der Abwehrmann vor dem Schweizer Bundesgericht und dem des DFB Berufung eingelegt und will eine Aufhebung des Urteils erwirken. Mittlerweile bahnt sich an, wann es in der Schweiz zur Verhandlung kommen könnte. Zudem gibt es Neuigkeiten in der Frage, ob Vuskovic bis zum Ende seiner Sperre in irgendeiner Art eine Tätigkeit für den HSV übernehmen könnte.
Die Tatsache, dass das in Lausanne ansässige Schweizer Bundesgericht kürzlich die Einreichung der Berufung zuließ, verbuchte die Vuskovic-Seite als ersten Erfolg auf ihrem möglicherweise noch langen Weg. Doch nur wenn dem CAS Verfahrensfehler nachzuweisen sein sollten, hat der Kroate überhaupt eine Chance auf einen Freispruch. Die Chancen darauf werden als gering eingestuft.
HSV-Profi Vuskovic geht gegen das Urteil des CAS vor
Seinen Mut hat Vuskovic dennoch nicht verloren. Das liegt nicht zuletzt am HSV, der den Vertrag des Abwehrspielers zwar für den Zeitraum der Sperre auflöste, ihn aber postwendend mit einem neuen Kontrakt ausstatte, der Ende 2026 in Kraft treten wird. Zudem erhielt Vuskovic vor wenigen Wochen in seiner Heimatstadt Split Besuch von mehr als einem Dutzend Mitspielern und Mitgliedern des HSV-Staffs. Zur Erinnerung: Ende September 2022 wurde er positiv auf EPO getestet, seitdem darf er nicht mehr spielen und sich nur noch privat fit halten.
Wann aber soll es in der Schweiz zur Sache gehen? Wie die MOPO erfuhr, geht das Vuskovic-Lager derzeit von einem Termin im späten Januar oder im Laufe des Februars aus. Der Fußballer selbst wird dann aber nicht in Lausanne vor Ort sein, anders als noch im Mai, als er vor dem CAS aussagte. Diesmal werden keine Zeugen vernommen.
Vuskovic legte auch Berufung vorm DFB-Bundesgericht ein
Parallel zu der Angelegenheit läuft auch die Berufung vor dem Bundesgericht des DFB, das Vuskovic im Frühjahr 2023 zunächst zu einer Sperre bis Ende 2024 verurteilte, die dann aber vom CAS verlängert wurde. Erst wenn sich die Angelegenheit in Lausanne geklärt hat, kommt auch der Verband wieder ins Spiel.
Direkte Auswirkungen hat all das auch auf Vuskovic‘ Bestreben, während seiner langen Sperre eine Tätigkeit für den HSV auszuüben. Das nach wie vor bestehende Problem: Der Code der Welt-Anti-Dopingagentur (WADA) verbietet des Dopings überführten Sportlern nahezu grundsätzlich, in irgendeiner Weise für ihren Verein tätig zu werden. Klar formuliert: Vuskovic darf keinen Job ausüben, von dem der HSV partizipieren würde, er dürfte theoretisch nicht mal Würstchen im Volksparkstadion verkaufen, ohne eine noch längere Sperre zu riskieren.
Mehrere Job-Möglichkeiten für Vuskovic wurden von HSV-Seite geprüft
Dabei gab es durchaus Ideen. Zwischenzeitlich soll es nach MOPO-Informationen etwa die Überlegung gegeben haben, Vuskovic könne für seinen Berater Damir Smoljan arbeiten und Spieler scouten. Das Problem: Sollte nur der Anschein eines Verdachts bestehen, der HSV könne von diesem Scouting profitieren, könnte das erhebliche Probleme für Vuskovic mit sich bringen. Das Argument, er stünde derzeit ja nicht beim HSV unter Vertrag, könnte rein rechtlich aufgrund des bereits neu vereinbarten Kontrakts nicht ausreichen.
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Derzeit gibt es keine Überlegungen, ein Schlupfloch für den früheren U21-Nationalspieler seines Landes zu finden. Zu groß erscheint allen Seiten das Risiko erneuter Konsequenzen. Vuskovic will stattdessen all seine Energie für seinen Kampf um die Aufhebung des Urteils bündeln. Möglich, dass ihm der 16. November zumindest ein wenig Abwechslung bietet. Es ist Vuskovic‘ 23. Geburtstag – und bereits der dritte, seitdem er nicht mehr professionell Fußball spielen darf.