Für den Klassenerhalt: Der HSV braucht wieder seine „Superkraft“
Wenn der HSV an diesem Samstag (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) die TSG Hoffenheim zum Bundesliga-Topspiel empfängt, gehen die Hamburger zumindest auf dem Papier als klarer Außenseiter in die Partie. Zuversicht und Hoffnung sind im Volkspark trotzdem groß – und das liegt vor allem an den eigenen Fans. Für die Wende im Saisonendspurt braucht der HSV jetzt wieder seine „Superkraft“.
Am Donnerstag vor dem Hoffenheim-Spiel nahmen rund 70 Schülerinnen und Schüler Merlin Polzin ins Kreuzverhör. Sie waren zum „Girls’ and Boys’ Day“ in den Volkspark gekommen und durften dem HSV-Trainer auf der Pressekonferenz 30 Minuten lang ihre Fragen stellen. Dabei gab es auch ungewöhnliche Ansätze. So wollte Tom wissen, welche Superkräfte Polzin sich für den Saisonendspurt wünschen würde.
Energie im Stadion soll sich auf die Spieler übertragen
Der HSV-Coach teilte sich die Antwort mit Pressesprecher Philipp Langer, der zunächst erklärte: „Ich hätte gerne als Superkraft, dass wir die ganze Energie, die im Stadion entsteht, auf das Spielfeld und in die Körper der Spieler bekommen.“ Polzin gefiel die Antwort. „Das wäre gut“, sagte er und wünschte sich zudem noch einen Knopf, mit dem er seine Spieler in bestimmten Situationen schneller machen könnte.
Einen Turbo-Knopf für die Profis wird es am Samstag im Volksparkstadion nicht geben. Energie von der Tribüne hingegen schon. Und genau diese will der HSV auch nutzen. „Wir wollen eine Mannschaft, die nach Europa will, auf unsere Art und Weise ärgern, da haben wir Bock drauf, und jeder ist herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen“, betonte der HSV-Trainer, der mit Blick auf die Unterstützung der eigenen Fans von einem „großen Anteil“ sprach. „Wenn ich mir die Heimspiele in den letzten anderthalb Jahren anschaue, dann haben uns die Fans schon den einen oder anderen Punkt gebracht.“

Zu sehen und zu spüren war das in dieser Saison bereits mehrfach. Als Erstes kommen die Heimspiele gegen Werder (3:2), Stuttgart (2:1), Dortmund (1:1) und Bayern (2:2) in Erinnerung. Zuletzt hatte die Volkspark-Wucht allerdings ein wenig nachgelassen. Die vergangenen vier Heimspiele konnte der HSV allesamt nicht gewinnen – obwohl mit Köln oder Augsburg durchaus schlagbare Gegner dabei waren.
Zeigt der HSV gegen Hoffenheim im Volkspark mal wieder seine „Superkraft“? Es wäre mit Blick auf den Kampf um den Klassenerhalt wichtig. Entscheidend wird sein, dass die HSV-Profis nicht nur auf die Energie von den Rängen warten, sondern dass die entsprechenden Impulse auch direkt von den Spielern auf dem Rasen kommen. Die Erwartungen beim Gegner sind in jedem Fall bereits hoch.
Hoffenheim-Coach erwartet „gewaltig gute Stimmung“
„Ich weiß natürlich, dass dort eine gewaltig gute Stimmung herrscht, das Stadion laut sein wird und viele Emotionen in dem Spiel sein werden“, sagt TSG-Trainer Christian Ilzer, der mit seiner Mannschaft in dieser Saison erst drei Auswärtsspiele verloren hat. Diese Niederlagen gab es bei den Top-Teams in München, Dortmund und Leipzig.
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Besonders wird es für die Hoffenheimer im Volksparkstadion nun auf jeden Fall. Erstmals seit über zwei Jahren darf die TSG in der Bundesliga wieder am Samstag zur Topspielzeit um 18.30 Uhr ran – und damit auf die ganz große Fußballbühne. Der HSV hat zumindest in diesem Bereich deutlich mehr Erfahrung. Für die Hamburger ist es bereits das fünfte Topspiel in dieser Saison. Zwei Remis und zwei Niederlagen stehen bislang in der Bilanz. Ein Sieg fehlt noch. Gelingt dieser gegen Hoffenheim, wäre das höchstwahrscheinlich gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt und dem nächsten magischen Moment im Volksparkstadion – inklusive „Superkraft“.
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