Fingerzeig in Leverkusen: Steht der nächste HSV-Abgang schon fest?

In Leverkusen holen sich die HSV-Profis den Applaus ihrer Fans ab
Eine Mannschaft, die es so künftig nicht mehr geben wird: Nach dem 1:1 in Leverkusen holten sich die HSV-Profis den verdienten Applaus ihrer Fans ab.

In diesem Kreis werden sie nie wieder zusammenkommen. Der Sonntag wird zur großen Abschiedsparty im Volkspark, gemeinsam wollen die HSV-Profis ab 14 Uhr den Saisonausklang der Frauen gegen den FC Bayern verfolgen – und sich dann zügig in alle Himmelsrichtungen verstreuen. Mehrere von ihnen werden zur neuen Saison nicht mehr in den Volkspark zurückkehren. Am Wochenende gab es diesbezüglich einen weiteren Fingerzeig.

Philip Otele wirkte etwas verloren, als er nach dem 1:1 in Leverkusen durch die Katakomben der BayArena schlenderte und ein wenig traurig aus der Wäsche schaute. Der Leihspieler des FC Basel hätte sich einen anderen Saison-Abschied gewünscht als den, der ihm letztlich beschert wurde. Anders als etwa die unter Magen-Darm-Problemen leidenden Robert Glatzel, Ransford Königsdörffer und Jean-Luc Dompé fehlte Otele aus Leistungsgründen im letzten Spieltagskader der Saison. Das hatte es zuvor noch nicht gegeben, seit der 27-Jährige Ende Januar in den Volkspark gewechselt war, und dürfte zugleich als klares Zeichen für die Zukunft gewertet werden.

Downs und Gocholeishvili werden den HSV verlassen

Dass der HSV von einer festen Verpflichtung seiner Leihspieler Damion Downs (Southampton) und Giorgi Gocholeishvili (Donezk) Abstand nehmen würde, stand bereits seit Längerem fest. Mittlerweile sieht es so aus, als dürfte auch Otele nicht mehr wiederkommen. Auf den Nigerianer, der beim HSV stark startete und zuletzt sein Länderspieldebüt feierte, besitzen die Hamburger eine Kaufoption im Bereich der Fünf-Millionen-Euro-Marke. Ein Betrag, den die Bosse auf keinen Fall zahlen werden. Ob Basel dem HSV so weit entgegenkommen würde, dass ein Deal doch noch mal interessant wird, darf bezweifelt werden.

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Unterm Strich erwies sich Otele in seinen HSV-Monaten zwar als gute Ergänzung zum zuvor links offensiv gesetzten Dompé. In neun Einsätzen gelangen ihm jeweils ein Tor und ein Assist. Allerdings verpasste es der Flügelspieler auch, nachhaltig unter Beweis zu stellen, dass er den HSV grundsätzlich besser macht. Die Folge: Der HSV könnte das Otele-Geld im Sommer anderweitig einsetzen.

HSV-Profi Philip Otele schlendert vor dem Spiel in Leverkusen über den Rasen.
Trauriger Abschied: Philip Otele kam in Leverkusen nicht mehr für den HSV zum Einsatz.

Downs, Gocholeishvili, Otele, dazu auch Luka Vuskovic, der trotz aller HSV-Hoffnungen nach Tottenham zurückkehren wird. Bleiben mit Fábio Vieira (gehört Arsenal) und Albert Grønbæk (Vertrag bei Stade Rennes) noch zwei Leihspieler, die der HSV liebend gern binden würde. Bei Vieira, der sich nach dem Spiel in Leverkusen ausgiebig zu seiner möglichen Zukunft äußerte, wird Sportdirektor Claus Costa versuchen, die fixierte Kaufoption von rund 20 Millionen Euro drastisch zu drücken. Tendenziell stehen die Zeichen aber auf Abschied. Das könnte bei Grønbæk, der sich nach überstandener Verletzung zuletzt in den Vordergrund spielte, anders sein. Auch hier wird Costa verhandeln, um den Preis (fünf Millionen Euro) zu reduzieren.

HSV wird Option bei Otele wohl nicht ziehen

Zusätzlich zu den bevorstehenden Leih-Abgängen ist auch die Zukunft zahlreicher anderer HSV-Profis offen. Mit Königsdörffer und William Mikelbrencis spricht Costa noch über eine Verlängerung ihrer auslaufenden Verträge. Glatzel, Dompé und Fabio Baldé könnten in diesem Sommer eine Luftveränderung anstreben. Das gilt auch für Noah Katterbach, mit dem der Verein nicht mehr plant.

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Feststehen wird in Kürze der erste Zugang des Sommers. Bei Dresdens Mittelfeldspieler Kofi Amoako (21) zieht der HSV die Ausstiegsklausel, die einen Wechsel für einen Betrag in Höhe von 1,5 bis zwei Millionen Euro ermöglicht. Zwischen Verein und Spieler herrscht Einigkeit. Auch die Dynamo-Bosse wissen über den anstehenden Wechsel bereits Bescheid.