„Muss sich keiner Sorgen machen“: Grünes Licht für HSV-Spiel gegen Gladbach
Seit am Dienstag die Partie gegen Bayer Leverkusen abgesagt werden musste, zitterten der HSV und seine Fans auch um die Austragung des Heimspiels gegen Borussia Mönchengladbach. Die entscheidenden Fragen: Wie schwer wurde das Stadion-Dach beschädigt? Wären möglicherweise Zuschauer in Gefahr? Nun gab der Verein bekannt: Die Probleme sind gelöst – die Partie kann wie geplant am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) angepfiffen werden!
Knapp 44 Stunden lang stand auch der Auftritt gegen die Borussia auf der Schwebe. Am Donnerstag um kurz nach 14 Uhr aber vermeldete der HSV über seine Homepage: „Der permanente Einsatz von Höhenrettern nach der gestrigen Freigabe des Daches für Höhenarbeiten sowie das weiterhin anhaltende Tauwetter haben die Situation positiv beeinflusst und die Dachlage entschärft. Die Sicherheit der Zuschauer am Sonnabend ist gewährleistet.“
Die Arbeiten am HSV-Stadiondach gehen weiter
Damit steht dem Anpfiff gegen Gladbach nichts mehr im Wege. Die Arbeiten an zwei Stellen der Dachmembran werden dennoch bis einschließlich Freitag fortgesetzt. „Zwölf Höhenretter sind ununterbrochen im Einsatz, um Restschnee und -Eis an bestimmten Stellen im Nord- und Südwesten vom Stadiondach zu schieben“, heißt es in der HSV-Mitteilung. Und weiter: „In diesen Bereichen hatten sich am späten Dienstagnachmittag Schnee- und Wassersäcke in der Dachmembran gebildet und den darunter hängenden Catwalk in zum Teil erhebliche Schieflage gebracht, sodass das Heimspiel gegen Leverkusen wegen Sicherheitsbedenken kurzfristig abgesagt worden war. An einigen Stellen der Dachkonstruktion wurden bis zu 350 kg Schnee- und Tauwasserlast pro Quadratmeter gemessen, die bis Freitagnachmittag abgetragen werden.“

HSV-Stadiondirektor Daniel Nolte zeigt sich erleichtert: „Wir freuen uns sehr, dass sich die Lage dank der zielgerichteten Arbeit der Höhenretter und dank der unterstützenden Plustemperaturen entspannt hat.“ Der als Catwalk bezeichnete Versorgungsweg unterhalb des Daches sei mittlerweile wieder annähernd in seiner normalen Position. Am Dienstag war auf Fotos zu erkennen, wie sich der Catwalk bedrohlich gesenkt hatte.
HSV-Stadiondirektor Nolte spricht von „Sonderphänomen“
Nun sagt Nolte: „Es wurden keine nachhaltigen Schäden festgestellt. Die noch auf dem Dach befindlichen Schneereste werden wie vorgesehen in den nächsten Tagen tauen und normal abfließen.“ Klar sei aus seiner Sicht: „Es braucht sich am Samstag kein Besucher Sorgen machen.“ Die größten Schneemassen rund um das Volksparkstadion seit 45 Jahren seien ein „Sonderphänomen“ gewesen, so Nolte.
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Alle Fans, die im Besitz von Tickets für die Partie am Samstag sind, können also aufatmen. Der Volkspark wird wie bislang jedes Mal in dieser Saison ausverkauft sein, 57.000 Fans sind gegen Gladbach dabei. Ein neuer Termin für die ausgefallene Partie gegen Leverkusen steht derweil noch immer nicht fest. Realistisch wären angesichts der Leverkusener Dreifachbelastung in Liga, DFB-Pokal und Champions League der 10. oder 11. Februar.
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