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Ex-HSV-Boss Beiersdorfer: Didi soll Köln aus dem Chaos führen

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Lust auf den FC: Dietmar Beiersdorfer könnte knapp ein Jahr nach seinem Rausschmiss beim HSV in die Bundesliga zurückkehren.

Foto:

Witters

Ob es wirklich die richtigen Entscheidungen sind, die dieser Tage in Köln getroffen werden, wird sich zeigen. Fakt ist: Der FC ist nicht weiter gewillt, den freien Fall in Liga zwei tatenlos mitanzusehen. Nach Sportchef Jörg Schmadtke ist nun auch Trainer Peter Stöger weg. Ein Ex-Hamburger und ein Kieler sollen die Rheinländer wohl retten.

Die Geschehnisse der vergangenen Tage mit unwürdig zu beschreiben, ist wohl das mindeste, das die Chefetage der Kölner über sich ergehen lassen muss. Und genau deshalb tat es besonders weh. Im modischen grauen Kurzmantel mit passendem dunklen Schal verließ Stöger am Sonntag um kurz vor 13 Uhr das Geißbockheim.

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Buhmänner der Fans: FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle (l.) und Präsident Werner Spinner wird ein schlechter Umgang mit Stöger attestiert.

Foto:

Imago/Herbert Bucco

Gerade hatte er sich mit seinem Assistenten Manfred Schmid von den Profis verabschiedet, die ihnen tags zuvor noch ein 2:2 auf Schalke geschenkt hatten. Das allerdings war am Ende ziemlich egal – denn Stögers Rausschmiss stand schon vorher fest!

1634 Tage Stöger beim FC. Ein Aufstieg, der Einzug in die Europa League, danach fraglos auch ein Absturz – aber musste so ein Abschied sein? „Am Freitag war klar, dass das Spiel auf Schalke unser letztes wird“, ließ Stöger wissen. „Um sich voll auf diese wichtige Partie fokussieren zu können, haben wir entschieden, dies erst am Sonntag zu kommunizieren. Es ist im Sinne des Klubs und vor allem der Mannschaft, dass jetzt eine Entscheidung getroffen wurde.“

Peter Stöger (r.) und sein Assistent Manfred Schmid

Ein Abschied, der weh tut: Peter Stöger (r.) und sein Assistent Manfred Schmid verlassen den 1. FC Köln.

Foto:

Imago/Herbert Bucco

Stöger selbst war es, der vor dem Entschluss, sein Engagement zu beenden, noch am Freitag auf eine längere Frist gedrängt hatte – ohne Erfolg. „Wir hielten es für unabdingbar, auf der Trainerposition ein Signal zu setzen“, so FC-Präsident Werner Spinner, der bereits seit knapp drei Wochen mit potenziellen neuen Coaches spricht. Zunächst übernimmt nun U19-Trainer Stefan Ruthenbeck (45/arbeitete schon für Aalen und Fürth in der Zweiten Liga).

Wunschkandidat ab Winter ist Kiels Erfolgscoach Markus Anfang. Ihn zu bekommen, wird allerdings sehr schwer – und teuer! „Bei der derzeitigen Marktlage werden wir unseren Trainer unter zehn Millionen Euro nicht abgeben“, ließ Kiels Präsident Steffen Schneekloth wissen – und eröffnete den Poker.

Anfang und Ruthenbeck

Kandidat Markus Anfang (l.) und U19-Trainer Stefan Ruthenbeck.

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Witters, dpa

Deutlich schneller könnte es mit Dietmar Beiersdorfer gehen. Der Ex-HSV-Boss soll neuer Sportchef des FC werden. Mehrmals schon traf er sich nach MOPO-Informationen mit Klub-Offiziellen, zuletzt am Sonnabend in einem Hotel am Kölner Heumarkt. Darauf angesprochen antwortete Spinner nur: „Vielleicht war er hier auf dem Weihnachtsmarkt.“ Weder witzig noch klug – sondern allenfalls albern.

Die MOPO weiß: Beiersdorfer ist bereit für den FC! Nach einem Jahr Pause brennt er auf seine Rückkehr in die Bundesliga. Allerdings streben die Kölner einen einstimmigen Vorstandsbeschluss an. Der ist zurzeit noch fraglich. Dem Vernehmen nach soll der FC deshalb aktuell drei weitere Kandidaten im Blick haben.

Unter ihnen könnte auch Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen sein. Optionen wie Ex-Profi Sebastian Kehl (37) scheiden aus, da die FC-Bosse nach einem erfahrenen Mann fahnden. Einem Mann, der schon im Feuer stand – und in der Lage war, es zu löschen. Einem Mann wie Beiersdorfer.