Robert Glatzel im Zweikampf mit Danilho Doekhi

Robert Glatzel (M.) versucht, sich gegen Danilho Doekhi (r.) und den heraneilenden Rani Khedira am Ball zu behaupten. Foto: WITTERS

„Es tut mal mehr und mal weniger weh“: Glatzel spricht über schwere HSV-Zeiten

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Dieses Glücksgefühl gab es für Robert Glatzel schon lange nicht mehr. Erstmals seit dem 30. November (2:1 gegen Stuttgart) stand der Stürmer beim Heimspiel gegen Union Berlin wieder für den HSV in der Startelf. Ein besonderer Moment für den 32-Jährigen, den er sichtlich genoss. Der Plan für das Spiel sah im Vorfeld allerdings ganz anders aus.

Eigentlich sollte Damion Downs gegen Union Berlin von Beginn an auflaufen – so hatten es sich die HSV-Trainer überlegt. Da sich der US-Stürmer am Samstag aber krank abmeldete, rutschte Glatzel in die Startelf. Erst am Vormittag hatte er von seinem unverhofften Glück erfahren.

Glatzel glänzt gegen Berlin als Tor-Vorbereiter

Für 72 Minuten durfte Glatzel gegen Union ran. Ein Gala-Auftritt war es von ihm nicht: Der Angreifer kam nur auf 17 Ballkontakte, gab keinen Torschuss ab. Seine beste Szene hatte er vor dem Ausgleich zum 1:1, als er den Ball perfekt für Ransford Königsdörffer auflegte. Für Glatzel war es die erste Torvorlage in dieser Saison. Glücklich war er aber nicht nur deswegen. Nach dem Abpfiff erklärte er: „Es war fast ein perfekter Nachmittag. Es war sehr schön, wieder dabei zu sein, von Anfang an spielen zu dürfen und das Spiel zu gewinnen. Ich glaube, es war ein super Spiel von uns.“

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Für Glatzel war es ein besonderer Moment nach schweren Monaten. Offen gab er nach dem Union-Spiel zu, dass ihn die Situation mit wenigen Einsätzen auch frustriert habe – und es im Winter bei ihm sogar Wechselgedanken gab. „Klar will ich gerne spielen. Der Trainer hat oft eine andere Spielidee gehabt. Es tut mal mehr und mal weniger weh. Ich will einfach der Mannschaft helfen“, so Glatzel, der mit Blick auf die Winter-Transferperiode konkret erklärte: „Ich habe mir Gedanken gemacht, weil ich einfach spielen will. Das war in der Hinrunde nicht so der Fall. Aber ich habe mir auch gesagt, dass ich alles, was ich mir hier auch aufgebaut habe, nicht einfach weggeben will. Ich habe mich entschieden, den Kampf anzunehmen.“

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Mit seinem Startelf-Einsatz gegen Union wurde er nun zumindest für den Moment belohnt. Schwierig bleibt die Situation allerdings trotzdem. Glatzel muss bei der Konkurrenz und Auswahl im HSV-Angriff vor allem auf Ausfälle hoffen, um zu weiteren Chancen zu kommen. „Das entscheidet, wie es weitergeht. Ich kann das nicht beantworten“, lautete sein Kommentar mit Blick auf die Zukunft. Fest steht erst mal nur: Glatzel wäre bereit für mehr.

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