Die HSV-Profis feierten den ersten Auswärtssieg der Saison gebührend mit ihren mitgereisten Fans.

Die HSV-Profis feierten den ersten Auswärtssieg der Saison gebührend mit ihren mitgereisten Fans. Foto: WITTERS

„Es stirbt sich in Schönheit“: HSV feiert bestandenen Charaktertest

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Schön war es nicht, aber erfolgreich – und genau das war in diesem Spiel entscheidend. Mit dem 2:0 (1:0) in Heidenheim holten die Hamburger endlich den ersten Auswärtssieg in dieser Saison und machten gleichzeitig einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. „Wir sind extrem glücklich“, sagte Trainer Merlin Polzin, der mit seiner Mannschaft nun seit vier Spieltagen ungeschlagen ist. Der Abstand auf den Relegationsplatz wurde wieder auf drei Zähler ausgebaut.

Die Erleichterung war gewaltig. Rund 2000 HSV-Fans feierten in der Voith-Arena ausgelassen auf der Tribüne, auf dem Rasen lagen sich die Spieler in den Armen. „Unglaublich“, jubelte Mittelfeldarbeiter Nicolai Remberg. „Es fühlt sich sehr schön an“, ergänzte Kapitän Miro Muheim. „Wir haben heute ein richtiges Kampfspiel gesehen, gerade in der zweiten Hälfte. Aber wir haben dagegengehalten, am Ende wieder zu Null gespielt und endlich auswärts gewonnen.“

Heidenheim kommt gut in die Partie

Kann der HSV nach dem Highlight-Spiel gegen den FC Bayern München (2:2) auch im Kellerkrimi beim FC Heidenheim liefern? Das war vor dem Anpfiff in der Voith-Arena die große Frage. Auch Polzin hatte bewusst zuvor von einem Charakterspiel gesprochen. Auf eine klare Antwort musste in Heidenheim zunächst länger gewartet werden.

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Der Kampf stand auf dem Rasen im Vordergrund. Beide Mannschaften schmissen alles rein. Die Partie war von zahlreichen Unterbrechungen geprägt. Das Heimteam kam damit etwas besser klar, blieb vor dem Tor aber viel zu harmlos. Der HSV hatte auf der anderen Seite auch das nötige Glück und kam durch Ransford Königsdörffer kurz vor der Pause zum 1:0. Von einem „sehr guten Timing“ sprach Polzin hinterher.

Heuer Fernandes rettet mehrfach nach Standards

Gewonnen war damit aber noch nichts. Wie zu erwarten war, schmiss der Tabellenletzte im zweiten Durchgang noch einmal alles nach vorne. Der Ausgleich wäre zwischenzeitlich mehr als verdient gewesen. Doch als das Spiel auf der Kippe stand, wuchs HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes über sich hinaus und zeigte starke Paraden gegen Patrick Mainka (67.), Benedikt Gimber (76.) und Eren Dinkci (77.). Knapp zehn Minuten vor Schluss sorgte dann Rayan Philippe mit seinem Joker-Tor für das 2:0, der Sieg war den Hamburgern nicht mehr zu nehmen, weil sich bei einem Heidenheimer-Treffer durch Schimmer noch der Videoschiedsrichter meldete (82.). Die Abseitsstellung war denkbar knapp. Zwei Minuten lang dauerte die Überprüfung.

Der HSV jubelt über das 2:0 in Heidenheim. IMAGO/Eibner
Der HSV jubelt über das 2:0 in Heidenheim.
Der HSV jubelt über das 2:0 in Heidenheim.

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„Es stirbt sich in Schönheit, sage ich immer. In so einem Spiel kommen hohe Bälle, lange Bälle. Da wird viel geholzt. Wir haben vorher gesagt: Du musst einfach gewinnen, egal wie. Das haben wir gemacht“, erklärte Remberg, der glücklich die Heimreise antrat. Auch Polzin verließ Baden-Württemberg mit einem Lächeln im Gesicht. „Wir wollten zeigen, dass wir nicht nur magische Momente gegen Bayern erleben können – mit 60.000 Fans im Rücken –, sondern auch eine Woche später bei einem anderen Spiel, das für uns nicht weniger anspruchsvoll war“, sagte der HSV-Coach. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie auch in solchen Spielen performen können. Darüber bin ich glücklich.“

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Weiter geht es am nächsten Samstag mit dem Heimspiel gegen Union Berlin. Ex-Trainer Steffen Baumgart kommt zurück in den Volkspark. Wieder ist es ein Gegner, der mehr kämpft als spielt. Wieder will der HSV am Ende für das richtige Ergebnis sorgen.

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