HSV
Es geht um Transfers: Bucht HSV-Boss Costa einen Last-Minute-Trip zur WM?
Wenn an diesem Donnerstag die WM startet, werden vorerst keine HSV-Bosse oder -Scouts beim Turnier dabei sein. Das allerdings kann sich noch ändern: Insbesondere in Bezug auf Transfers könnte es noch zu Last-Minute-Flügen nach Übersee kommen.
Ab Donnerstagabend schaut nicht nur die Fußball-Welt geschlossen nach Amerika. Das WM-Eröffnungsspiel zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika (21 Uhr) bildet den Auftakt zu einem Mega-Event, das es in dieser Form noch nicht gab: 48 teilnehmende Teams, 104 Partien und insgesamt 1248 Spieler, die zum Einsatz kommen könnten. Die WM wird zum großen Kontakthof und Tummelpatz für Transfers. Wie aber plant der HSV mit dem Turnier? Durchaus möglich, dass es noch einen überraschenden Last-Minute-Trip geben wird.
Rein sportlich werden in jedem Fall drei Profis die HSV-Fahne hochalten. Miro Muheim (Schweiz), Sander Tangvik (Norwegen) und Luka Vuskovic (Kroatien) laufen als HSV-Profis für ihre Nationen auf. Letzterer allerdings nur noch bis zum 30. Juni. Tags darauf endet Vuskovic‘ Leihe nach Hamburg auch ganz offiziell, dann wird der Abwehrmann bei der WM als Spieler der Tottenham Hotspurs geführt. Mit Nicolás Capaldo (Argentinien) hofft noch ein vierter HSV-Profi auf den Sprung ins endgültige WM-Aufgebot seiner Nation.
Die HSV-Scouts hätten bei der WM enorme Kosten verursacht
Möglich, dass sich die Wege während des Turniers kreuzen. Ansonsten werden die HSV-Profis während des Turniers zumindest vorerst keine Bekannten treffen. Der Verein hat davon abgesehen, Scouts oder Analysten nach Übersee zu schicken. Der Grund: Die horrenden Reisekosten, die – je nach Anzahl der Personen und ihrer Aufenthaltsdauer – einen hohen fünfstelligen Betrag hätten verschlingen können.
Der HSV sieht sich auch ohne Späher vor Ort gut aufgestellt. Nahezu alle WM-Partien sollen per Video ausgewertet und analysiert werden, entsprechende Zuteilungspläne liegen den Analysten des Vereins vor. Im Volkspark legt man großen Wert darauf, keine noch so kleine Nuance zu verpassen. Auch, weil zahlreiche Spieler bei der WM vertreten sind, an denen der HSV Interesse zeigt.
Zwei Profis verpflichtete der HSV bislang in diesem Sommer
Die Einkaufsliste der Hamburger ist lang und könnte es in diesem Sommer in sich haben. Nach den Transfers von Kofi Amoako (21/für knapp zwei Millionen Euro aus Dresden) und Albert Grønbæk (nach Leihe für nun 4,7 Millionen Euro aus Rennes) sollen noch zwei oder drei Angreifer, ein Abwehrchef und Schienenspieler für die rechte und linke Seite kommen. Klar, dass bei der Fülle an WM-Spielern auch mehrere von ihnen auf den HSV-Zetteln auftauchen.
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Für Claus Costa bedeutet das: Er steht Gewehr bei Fuß, sollte seine Anwesenheit in den USA, Kanada oder Mexiko Sinn machen. Bislang hat Hamburgs Sportdirektor noch keine WM-Reise gebucht. Das aber könnte sich schnell ändern. Der 41-Jährige ist diesbezüglich flexibel. Salopp formuliert: Sollte sich abends die Notwendigkeit ergeben, würde Costa am nächsten Morgen in den Flieger steigen.
Ein Fall, der beispielsweise dann eintreten könnte, wenn bereits begonnene Gespräche mit Kandidaten zum Abschluss gebracht werden sollen oder noch Überzeugungsarbeit bei einem potenziellen Zugang nötig wäre. Grundsätzlich hat sich bei Verhandlungen dieser Art in den vergangenen Jahren allerdings der Video-Chat etabliert.
So werden Costa und seine Mitstreiter ab Donnerstag die WM erstmal auf dem Sofa und das Turnier aus der Ferne verfolgen. Die Ausnahme bildet vorerst nur Merlin Polzin. Der Trainer befindet sich tatsächlich in den USA – allerdings, um dort im Urlaub zu entspannen.
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