Es geht um mehrere TV-Millionen! Worauf der HSV jetzt hoffen muss

Eric Huwer und Merlin Polzin vor der HSV-Auswechselbank im Volksparkstadion
Eric Huwer ist der Mann der Finanzen beim HSV.

Aus rein sportlichen Gesichtspunkten steht für den HSV zum Saison-Abschluss nicht mehr allzu viel auf dem Spiel. Den Klassenerhalt haben die Hamburger schon weit vor dem Auftritt in Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) eingetütet, allein die Endplatzierung des Aufsteigers steht noch nicht fest. Von Platz zehn bis Rang 13 ist noch alles drin. Genau das aber könnte für den HSV am Ende entscheidend im Kampf um wichtige TV-Millionen sein. Insgesamt geht es für die Hamburger noch um Mehreinnahmen von bis zu vier Millionen Euro.

Die Ausgangslage vor der aktuellen Saison war eindeutig. Nach sieben Zweitligajahren in Folge musste sich der HSV im TV-Ranking ganz unten einreihen und erhielt mit etwa 32 Millionen Euro den geringsten Betrag aller Erstligisten. Das wird sich zur nächsten Saison in jedem Fall ändern. Wie hoch aber wird der Betrag sein, mit dem der HSV rechnen kann?

Drei Absteiger wären für die Hamburger besser als zwei

Das hängt von mehreren Komponenten ab, die sich teilweise auch erst nach dem letzten Bundesliga-Spieltag klären werden. Sicher ist: Hamburg wird an beiden Absteigern vorbeiziehen. Sollten sogar drei Vereine die Bundesliga verlassen, würde das die HSV-Finanzlage weiter verbessern. Heißt: Nimmt man nur den finanziellen Aspekt, müssten die Bosse in der Relegation dem Zweitliga-Dritten die Daumen drücken. Aktuell streiten die punktgleichen Teams aus Wolfsburg, Heidenheim und St. Pauli darum, wer noch die Zusatzspiele erreicht. Im Volkspark rechnet man damit, dass ein weiterer Absteiger etwa 1,5 bis zwei Millionen Euro mehr in die Klubkasse spülen würde.

Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.

Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Nicht ganz klar ist, wie sehr der HSV von seinem exakten Tabellenplatz profitieren würde. Da für 70 Prozent der von der DFL zu verschüttenden TV-Gelder die sportliche Fünfjahreswertung entscheidend ist, verbessert sich die Lage mit jeder besseren Platzierung. Logisch, dass ein möglicher zehnter Platz dem HSV (aktuell Tabellen-Elfter) mehr helfen würde als ein Abrutschen auf Platz 13. Es handelt sich um einen Unterschied, der pro Platz etwa 750.000 bis zu einer Million Euro ausmachen könnte.

Für den HSV von Rang zehn bis 13 noch alles drin

Entsprechend schielen die HSV-Bosse zeitgleich zur Partie in Leverkusen auch auf die anderen Plätze und drücken den Gegnern der Konkurrenten die Daumen. Der HSV hofft, die punktgleichen Mainzer (spielen in Heidenheim) zu überholen, muss aber aufpassen, nicht selbst noch verdrängt zu werden. Der Vorsprung auf Union Berlin (12./daheim gegen Augsburg) beträgt einen Zähler, der auf Gladbach (13./empfängt Hoffenheim) zwei Punkte.

Das könnte Sie auch interessieren: Heiße Transfer-Spur: Dieser Spieler will zum HSV wechseln!

Zuletzt hoffte man im Volkspark vorsichtig darauf, im Sommer etwa drei Millionen Euro mehr TV-Gelder einstreichen zu können. Ob der Betrag noch höher wird, hängt vom HSV-Auftritt in Leverkusen, den Spielen der Konkurrenten und nicht zuletzt der Relegation ab.