Erneuter Ausfall bestätigt: So bekämpft der HSV den Energie-Verlust
Die Zeit hat nicht gereicht. Wenn der HSV am Samstag (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) zum nächsten Bundesliga-Topspiel bei Borussia Dortmund antritt, wird erneut Nicolás Capaldo auf dem Platz fehlen. Der Argentinier hat weiterhin Beschwerden mit der Bauchmuskulatur. Das Problem: Der Vizekapitän ist eigentlich nicht zu ersetzen. Nun sollen andere Qualitäten helfen, um beim BVB zu bestehen. Leichter macht das die Aufgabe für den HSV ganz sicher nicht.
Beim 1:2 gegen Leipzig hatte sich Capaldo am 1. März verletzt. Bereits nach 20 Minuten musste er ausgewechselt werden. Auch bei den folgenden Auftritten gegen Leverkusen, in Wolfsburg und gegen Köln war er nicht dabei. Die Hamburger holten aus diesen vier Spielen immerhin vier Punkte. Überzeugend waren die Leistungen allerdings nur bedingt.
HSV-Verteidiger Omari soll Capaldo in Dortmund ersetzen
„Bei Capi ist es sicherlich seine Energie, vielleicht auch seine Unberechenbarkeit, weil aus seiner Dynamik, die er an den Tag legt, sehr viel entstehen kann“, sagt HSV-Trainer Merlin Polzin, der betont, dass der Allrounder mit seiner Art und Weise „natürlich fehlt“. Einen vergleichbaren Spieler wie Capaldo haben die Hamburger nicht im Kader. Den Platz rechts in der Abwehr-Dreierkette wird für das Dortmund-Spiel am Samstag höchstwahrscheinlich erneut Warmed Omari bekommen.

„Die anderen Jungs haben andere Kernkompetenzen und Stärken, sie führen diese gewinnbringend für das Team aus. Das sieht dann vielleicht ein bisschen anders aus“, sagt Polzin. Bei Omari gehört vor allem das Passspiel zu seinen Stärken. Für den HSV-Coach soll das im Idealfall genauso wichtig sein wie die Energie und Dynamik von Capaldo.
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„Es geht nicht darum, dass der eine das erfüllt, was den anderen auszeichnet, sondern es geht darum, die Stärken des Einzelnen auf den Platz zu bekommen“, so Polzin. „Das haben wir auch am Wochenende wieder vor. Ob es dann gelingt, liegt auch immer ein bisschen an der Qualität des Gegners.“
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