„Er wird fehlen!“ Trainer Polzin spricht über das Kuntz-Aus beim HSV
Ab sofort muss Merlin Polzin ohne den Mann auskommen, der ihn zum Cheftrainer des HSV machte. Am Freitagmorgen gab der Verein die Trennung von Stefan Kuntz bekannt, der aufgrund familiärer Gründe um die Auflösung seines Vertrages bat. „Ich bin extrem dankbar für die Erfahrungen, die wir gemeinsam gemacht haben, dass er mir und unserem Trainerteam das Vertrauen geschenkt hat und dass wir gemeinsam aufsteigen durften“, sagte Polzin nach dem Winter-Trainingsauftakt der Profis über den ehemaligen Sportvorstand.
Natürlich wusste der Trainer etwas eher Bescheid als die breite Öffentlichkeit. Kurz nach Weihnachten hatte sich Polzin in seinen Urlaub nach Dänemark begeben, wo er auch den Jahreswechsel verlebte. Dort erfuhr er auch von der Kuntz-Trennung. „Ich habe es von unserem Aufsichtsrat und unserem Vorstand erfahren und dann alle weiteren Gespräche geführt, die wichtig waren, um das ein bisschen zu beleuchten.“
Kuntz machte Polzin im November 2024 zum HSV-Cheftrainer
Polzin und Kuntz verbindet eine besondere Beziehung. Im November 2024, nachdem Steffen Baumgart beurlaubt wurde, machte Boss Kuntz den bisherigen Assistenztrainer zum Chef-Coach. Am Ende der Saison stieg der HSV in dieser Konstellation in die Bundesliga auf.

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Der Trainer schätzte vor allem den regelmäßigen Austausch mit Kuntz: „Was unsere Arbeit als Trainer angeht, hat er uns Vertrauen und Offenheit entgegengebracht.“ Und weiter: „Natürlich wird er fehlen, aber ich bin mir auch sicher, dass wir gut aufgestellt sind, dass wir wissen, was auf uns zukommt, und geschlossen sind, um die Dinge dann auch anzugehen.“
Polzin und Kuntz hatten ein gutes Verhältnis
Dafür, dass Kuntz zukünftig wieder öfter bei seiner im Saarland lebenden Familie sein will, zeigt Polzin Verständnis: „Natürlich ist es so, dass Stefan und ich ein sehr enges und vertrauensvolles Verhältnis gehabt haben und noch weiterhin haben. Dass man sich auch über Situationen im familiären Bereich austauscht, ist völlig klar. Deshalb wusste ich um die ein oder andere Situation. Aber es sind Gründe, die wir respektieren und nicht weiter ins Detail gehen.“
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Für Polzin und die Profis begann am Freitag die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte, die für den HSV in rund einer Woche in Freiburg startet (10.1.). Durchaus möglich, dass Kuntz sich in absehbarer Zeit auch noch persönlich von den Profis im Volkspark verabschieden wird. Dafür war bislang keine Zeit. Stellvertretend für sein gesamtes Trainerteam betont Polzin: „Ich bin mir sicher, dass wir aus den Erfahrungen, die wir gemeinsam gemacht haben, auch für die Zukunft viel ziehen und daraus lernen konnten.“
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