Er war schon fast beim HSV! Wird die Nummer mit Kabar jetzt wieder heiß?
Kurzfristiger ist in den vergangenen Jahren kaum ein anderer Wechsel im Volkspark geplatzt. Eigentlich war Almugera Kabar im Winter bereits fest beim HSV eingeplant und stand unmittelbar davor, einen Leihvertrag zu unterschreiben. Im Rahmen des Medizinchecks trat aber eine Knieblessur zutage, die den Deal mit dem BVB-Talent dann doch noch in letzter Sekunde zerstörte. Nach der Saison aber wollte man erneut sprechen, so die mündliche Vereinbarung zwischen Verein und Spieler. Wird das Thema Kabar beim HSV jetzt wieder heiß?
Die Enttäuschung bei dem 19-Jährigen war groß, als der Deal Ende Januar platzte. Von der Tribüne aus verfolgte er, wie der HSV den Bayern ein starkes 2:2 abtrotzte, selbst aber sollte er nie mit der Raute auf der Brust auflaufen. Der Grund: Die HSV-Ärzte hatten bei Kabar eine Bänderdehnung diagnostiziert, der Linksfuß – so die Meinung der Mediziner – wäre erst nach einigen Wochen komplett spieltauglich gewesen. Ein Wagnis, das dem HSV zu groß war. So platzte der Deal.
HSV-Kandidat Kabar ist U17-Welt- und Europameister
Vier Monate später steht Kabar, der 2023 mit Deutschland U17-Welt- und Europameister wurde, noch immer beim BVB unter Vertrag und ist weiterhin wechselwillig. Auch der HSV sucht nach Möglichkeit Verstärkung für die linke Schiene. Zwei Parteien, die schon einmal unmittelbar davor standen, zueinander zu finden. Und dennoch ist ein Wechsel des Dortmunders nach Hamburg zumindest vorerst in weite Ferne gerückt.
Nach MOPO-Informationen spielt der Name Kabar im Volkspark aktuell aus verschiedenen Gründen nur eine sehr geringe bis gar keine Rolle. Das liegt nicht zuletzt an den Modalitäten und Vorteilen, die ein Winter-Deal im Vergleich zur aktuellen Situation mit sich gebracht hätte. Im Januar wollte der HSV Kabar leihen und hätte sich in der Rückrunde ein genaues Bild von dem Talent machen können, um dann zu entscheiden, ob ein Kauf folgen soll. Diese Option dürfte nun wegfallen. Beim BVB besitzt Kabar noch einen bis Sommer 2028 laufenden Vertrag, Verein und Spieler bevorzugen für diesen Sommer einen Verkauf. Angesichts des Marktwertes von etwa drei Millionen Euro ein aus HSV-Sicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu hohes Risiko.
Kabar kam im April für die BVB-Profis zum Einsatz
Zwar durfte Kabar Mitte April sogar einmal für die BVB-Profis ran und beim 0:1 gegen Leverkusen 14 Minuten lang Bundesliga-Luft schnuppern. Ansonsten aber blieb er unter Cheftrainer Niko Kovac chancenlos. Im Regionalliga-Team kam er allerdings auf 21 Einsätze, erzielte dabei sieben Tore und stach teilweise hervor. Nur: Hat Kabar auch wirklich das Zeug, dem HSV in der Bundesliga helfen zu können? Diese Frage hätten die Bosse gern durch den Winter-Deal mit geringerem Transfer-Risiko beantwortet.
Dazu kommt: So händeringend der HSV vor wenigen Monaten einen Backup auf der linken Seite für Miro Muheim suchte, so zufrieden nahmen die Bosse zur Kenntnis, wie die Mannschaft den mehrwöchigen Ausfall des Nationalspielers Mitte April zu verkraften wusste. In Muheims Abwesenheit spielte sich überraschend Albert Grønbæk in den Vordergrund und wurde in den letzten Saisonwochen zu einem der Leistungsträger. Aktuell versucht HSV-Sportdirektor Claus Costa alles, um mit dem französischen Erstligisten Stade Rennes eine Lösung über einen Kauf des zuvor geliehenen Dänen zu finden.
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Und Kabar? Der bleibt eine Idee im Hinterkopf, man wisse ja nie, wie so ein Transfer-Sommer letztlich verläuft, heißt es im Volkspark. Deutlich realistischster ist derzeit aber die Variante, dass auf den knapp geplatzten Winter-Wechsel im Sommer nun ebenfalls keiner folgen wird.