Albert Grønbæk bei seinem HSV-Debüt im Volksparkstadion

Albert Grønbæk bei seinem HSV-Debüt im Volksparkstadion. Foto: WITTERS

„Er brennt für den HSV!“ Gibt es für Grønbæk noch ein Happy End im Volkspark?

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Langweilig wird es für Claus Costa in den kommenden Wochen sicher nicht. Der HSV-Sportdirektor muss den Kader für die kommende Saison zusammenstellen und dabei auch viele Entscheidungen mit Blick auf das aktuelle Aufgebot treffen. Es geht unter anderem um die Frage, wie es mit den auslaufenden Verträgen von Daniel Heuer Fernandes, Ransford Königsdörffer und William Mikelbrencis weitergeht. Zudem muss geklärt werden, was mit den fünf Leihspielern im Team passiert. Dazu gehört auch der Fall Albert Grønbæk. Es ist eine besondere Geschichte.

Im Winter hatte der HSV den dänischen Nationalspieler (acht Einsätze) vom französischen Erstligisten Stade Rennes bis zum Saisonende ausgeliehen. Der Däne, der zuvor auf Leihbasis für den Serie-A-Klub CFC Genua spielte, dort aber in der ersten Saisonhälfte nur auf sechs Einsätze kam und damit kaum Spielpraxis hatte, sollte das Offensivspiel der Hamburger beleben. Direkt nach seinem Wechsel in den Volkspark zog er sich eine Oberschenkelverletzung zu und musste zwei Monate aussetzen. Erst am vergangenen Samstag beim 1:1 gegen Augsburg feierte er sein Debüt im HSV-Trikot.

Für fünf Millionen Euro kann der HSV Grønbæk kaufen

Für 23 Minuten durfte Grønbæk gegen den FCA ran. Es war ein Auftritt, der Lust auf mehr machte. Fast hätte der 24-Jährige sogar noch den Siegtreffer erzielt. Per Kaufoption kann der HSV den Offensivspieler im Sommer für fünf Millionen Euro fest verpflichten. Das galt bislang eher als unwahrscheinlich. Ausgeschlossen ist es aber keinesfalls. Zwar hat Grønbæk auf dem Platz bislang beim HSV nicht viel zeigen können, und jetzt stehen auch nur noch sechs Spiele auf dem Programm. Hinter den Kulissen hat der Däne allerdings bereits kräftig Werbung in eigener Sache gemacht.

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Wie Grønbæk mit seiner Verletzung direkt zum HSV-Start umgegangen ist, hat im Volkspark Eindruck hinterlassen. „Man hat wirklich gemerkt, wie leid ihm das tat und wie ihn das geärgert hat und wie unzufrieden und enttäuscht er damit war. Ich habe selten erlebt, dass ein Spieler das auch mal so rüberbringt und sagt: Es tut mir leid, wie es läuft, und ich möchte unbedingt helfen“, erzählt Costa, der bei Grønbæk in der zurückliegenden Woche direkt eine besondere Verbindung zum HSV beobachtete. „Er hat einfach maximal Bock auf den Klub.“

Costa muss bei Grønbæk die Gesamtsituation beurteilen

Zu sehen war das bei seinem ersten Einsatz gegen Augsburg für alle. Auf dem Trainingsplatz und in der Kabine gibt es schon seit einigen Wochen dasselbe Bild. „Er will einfach unbedingt Fußball spielen, und er bestätigt eigentlich jeden Tag in der Kabine und auf dem Trainingsplatz, dass er einfach mit jeder Faser seines Körpers dafür brennt, für den HSV zu spielen“, sagt Costa, der am Ende die Gesamtsituation bewerten muss.

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Sein erster vielversprechender Einsatz gegen Augsburg wird nicht reichen, um nun direkt die Kaufoption für den Sommer zu ziehen. Womöglich wird der HSV beim Preis am Ende auch noch ein wenig mit Stade Rennes nachverhandeln können. Erst einmal muss Grønbæk die verbleibende Zeit aber weiter nutzen, um sich noch mehr anzubieten. Im besten Fall nicht nur auf dem Trainingsplatz und in der Kabine, sondern wie gegen Augsburg auf der großen Bundesliga-Bühne. Zumindest der Anfang ist geschafft.

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