Richmond Tachie und Faride Alidou auf dem Trainingsplatz

Richmond Tachie und Ex-HSV-Talent Faride Alidou (r.) sind beim 1. FC Kaiserslautern derzeit nur Ergänzungsspieler. Foto: imago images/Jan Huebner

Er bereute den HSV-Abgang: Ex-Frankfurter Alidou weiter im Tief

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Er ist auch weiterhin auf der Suche nach Konstanz: Faride Alidou hat es nicht leicht beim 1. FC Kaiserslautern. Ende August machte er mit drei Scorerpunkten in zwei Partien auf sich aufmerksam, zu Beginn der Zweitliga-Saison stand er zumindest viermal in der Startelf. Doch dann kam der 24-Jährige im Oktober und November viermal in Folge gar nicht zum Einsatz. Und zuletzt war er lediglich Kurzzeit-Joker. Dabei hatte Alidou Anfang 2025, nach seinem festen Abschied vom kommenden HSV-Gegner Eintracht Frankfurt, eine große Hoffnung.

Sie lautete damals: „Beim FCK möchte ich jetzt einfach wieder Spaß haben.“ Denn hinter Alidou liegen mehrere holprige Karrierejahre. Sie bereiteten dem Flügelspieler derart großes Kopfzerbrechen, dass er im zurückliegenden Februar gegenüber der MOPO gestand: „Zwischendurch habe ich es bereut, den HSV verlassen zu haben. Aber man muss Entscheidungen treffen.“ Und sein Entschluss hieß im Jahr 2022: weg aus Hamburg, hin zur Eintracht.

Nach Profi-Debüt: Alidou ging 2022 vom HSV zur Eintracht

Tim Walter hatte Alidou in der Spielzeit 2021/22 zum Profidebüt verholfen, doch der gebürtige Hamburger wollte seinen auslaufenden HSV-Vertrag nicht verlängern und wechselte stattdessen ablösefrei nach Frankfurt. So sehr die HSV-Fans das aufstrebende Eigengewächs zunächst feierten, so wütend waren sie ob seines Null-Euro-Abgangs. Und zur ganzen Geschichte gehört: Alidou wurde bei den Hessen, die an diesem Samstagnachmittag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) erstmals seit acht Jahren wieder im Volksparkstadion gastieren, nie so richtig glücklich.

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In Kurzform: Alidou stand in seiner Frankfurter Debütsaison 2022/23 kein einziges Mal in der Startelf, er traf zwar einmal in der Champions League, war wettbewerbsübergreifend aber höchstens als Joker gefragt. 2023/24 verlieh die Eintracht ihn dann zum 1. FC Köln, wo es für ihn insgesamt auch eher unbefriedigend zuging (vier Tore bei 26 Bundesliga-Einsätzen, aber nur 14-mal Startelf). Im Sommer 2024 ging es zunächst zurück nach Frankfurt – jedoch nicht lange. Am Ende der Transferperiode verabschiedete sich Alidou erneut auf Leihbasis, diesmal zu Hellas Verona nach Italien. Doch beim Serie-A-Klub kam der Außenbahnspieler überhaupt nicht zum Zug – sodass der Deal auf Zeit schon nach der Hinrunde abgebrochen wurde. Nach drei Partien für Hellas war Alidou also zurück in Frankfurt.

Auf und Ab: Ex-HSV-Talent hat es in Kaiserslautern schwer

Weil es für das Ex-HSV-Talent aber auch dort keine Perspektive gab, verließ er die Eintracht Anfang dieses Jahres fest. Kaiserslautern wurde zu seiner neuen Heimat, die Gespräche mit dem damaligen FCK-Coach Markus Anfang überzeugten ihn. Doch Anfang musste seinen Platz auf dem Trainerstuhl im April räumen, es übernahm Torsten Lieberknecht. Und unter dem 52-Jährigen hat es Alidou seit Monaten schwer. Immerhin kam der Ex-Hamburger zuletzt mal wieder auf vier Joker-Auftritte, unter anderem beim 1:6 im DFB-Pokal-Achtelfinale in Berlin und am vergangenen Samstag beim 0:0 in Bielefeld. Am Samstag (13 Uhr) empfangen die Lauterer zu Hause Magdeburg.

FCK-Profi Faride Alidou kam zuletzt bei der 1:6-Pokalpleite in Berlin als Joker zum Einsatz. picture alliance / DeFodi Images | Ulrik Pedersen
Faride Alidou dribbelt mit dem Ball am Fuß
FCK-Profi Faride Alidou kam zuletzt bei der 1:6-Pokalpleite in Berlin als Joker zum Einsatz.

Theoretisch hätte Alidou im Anschluss an das Heimspiel auf dem Betzenberg Zeit, sich das Duell seiner Ex-Vereine HSV und Frankfurt vor dem Fernseher anzuschauen. Während sein Kapitel bei der Eintracht unter dem Strich ein enttäuschendes war, wird der HSV immer sein wichtigster Jugendverein bleiben. „Ich habe Hamburg manchmal sehr vermisst“, hatte Alidou vor neun Monaten zugegeben. Danach schaffte der HSV den Aufstieg in die Bundesliga, was auch den FCK-Profi gefreut haben dürfte. Sein Freund Fabio Baldé feierte am Samstag in Hoffenheim (1:4) sein Startelf-Debüt im Oberhaus. Alidou selbst dagegen sucht weiterhin in der 2. Liga nach seinem sportlichen Glück.

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