HSV
„Eklig“ zum Erfolg: Der HSV-Traum von Paulina Bartz
In der Rückrunde spielte Paulina Bartz bereits auf Leihbasis für den HSV. Nun ist die gebürtige Hamburgerin endgültig zurück – und will ihr erstes Tor im Volksparkstadion.
Endlich ganz beim HSV: Nach einem halben Jahr als Leihspielerin von Bayer Leverkusen geht Paulina Bartz in ihre erste Bundesliga-Saison als echte Hamburgerin – 21 Jahre, nachdem sie in der Hansestadt zur Welt kam.
„Ich bin sehr froh, dass der Wechsel geklappt hat, hier fühle ich mich mega-wohl“, sagt Bartz, die im Winter aus Leverkusen kam und wieder zu ihren Eltern nach Groß Borstel gezogen ist. Nach 21 Bundesliga-Spielen für Bayer 04 absolvierte die Mittelfeldspielerin beim HSV zwölf Rückrunden-Spiele und schoss das immens wichtige Tor zum 1:1-Endstand beim späteren Absteiger Jena. „Die Rückrunde war nach längerer Zeit die erste, in der ich fit war und viel gespielt habe“, sagt die U17-Europameisterin von 2022 und hofft, dass sie verletzungsfrei bleibt.
Bartz hofft auf ihr erstes Tor im Volksparkstadion
Dann klappt es vielleicht auch mit dem ersten Tor im Volksparkstadion. „Es steht nicht in meinem Kalender: Dann und dann will ich ein Tor schießen“, sagt Bartz und lacht: „Wenn’s kommt, dann kommt’s. Es geht ja auch nicht unbedingt um mich, sondern vielmehr um die Mannschaft.“
Mit Mainz und Stuttgart sind zwei ambitionierte Teams aufgestiegen, den Klassenerhalt bekommen die Hamburgerinnen auch in ihrer zweiten Erstliga-Saison gewiss nicht geschenkt. Bartz ist nach der ersten Trainingswoche optimistisch: „Man sieht jetzt schon, dass die Energie da ist, um unser Ziel zu erreichen, souverän den Klassenerhalt zu meistern.“
Mit Cardoso werden die HSV-Frauen kreativer
Als Coach fungiert Rodolfo Cardoso, der das Team nach der Entlassung von Liése Brancão schon in den vier Schlussspielen der vorigen Saison trainiert hatte. Für Bartz ist damit auch ein Schritt zu mehr Gestaltungswillen auf dem Platz verbunden. „Die letzten Spiele vorige Saison hat man schon gesehen, dass wir mutig sein und Fußball spielen wollen“, schildert Bartz: „Wenn wir dabei auch defensiv eklig bleiben, brauchen wir uns nicht zu verstecken.“
Die neue Spielzeit beginnt erst am 21. August. Vergangene Woche stand ein Teqball-Fußballtennis-Turnier auf dem Trainingsplan, in dem sich Bartz mit ihrem Team knapp geschlagen geben musste. Ein lockerer Aufgalopp sechs Wochen vor dem Punktspielauftakt und der Jagd nach dem ersten Volkspark-Tor, das ja auch nachträglich in den Kalender eingetragen werden könnte.
In Leverkusen spielte Bartz im Schnitt vor 1100 Fans, der HSV zieht neben Bayern München und Union Berlin das größte Publikum an. „Es macht Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen“, freut sich Bartz: „Wenn du weißt, dass immer drei-, viertausend Leute kommen, um dich anzufeuern – und manchmal auch 17.000 wie gegen Bayern München.“
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