HSV

Eine ganze Saison ohne Profi-Einsatz: Er will nur noch weg vom HSV

Noah Katterbach vom Hamburger SV trainiert am Volksparkstadion vor blauen Tribünenstufen.
Noah Katterbach trägt ab sofort nicht mehr das HSV-Outfit.

Hinter Noah Katterbach liegt eine schwierige HSV-Saison ohne ein Profi-Pflichtspiel. In der Vorwoche wurde sein Leihwechsel nach Braunschweig offiziell, jetzt blickt er in einem Interview zurück und nach vorn.

In der vergangenen Saison absolvierte Noah Katterbach kein einziges Profispiel für den HSV. Deshalb gab es auch keine Möglichkeit, ihn nach Bundesligapartien in der Mixed Zone zu sprechen. Kurz nach seinem Leihtransfer zu Eintracht Braunschweig hat sich der 25-Jährige jetzt erstmals seit langer Zeit wieder in einem ausführlichen Interview geäußert – und feste Wechselabsichten formuliert.

„Mein Ziel ist ganz klar, dass Braunschweig die Kaufoption zieht“, sagt Katterbach im „Kicker“ – und das nur eine Woche, nachdem die Eintracht und der HSV den Deal bekannt gegeben hatten. Um die Leihe zu ermöglichen, hatten Hamburgs Bosse den ursprünglich 2027 endenden Vertrag des Linksverteidigers um ein Jahr verlängert. Langfristige Pläne verfolgt man im Volkspark aber nicht mit dem Profi. Und auch Katterbach selbst strebt keine Rückkehr zur Saison 2027/28 an.

Katterbach hofft, dass Braunschweig die Kaufoption zieht

„Es ist eine Leihe mit einer Kaufoption – und meine Absicht ist, dass der Verein (Braunschweig; d. Red.) sie am Ende zieht“, sagt Katterbach in dem Interview, das auch von seinem Blick auf die Vorsaison handelt. Zur Erinnerung: Der Linksfuß stand nur viermal im Bundesligakader des HSV, kam aber kein einziges Mal zum Einsatz. Im Herbst 2025 hatte Merlin Polzin ihn vorübergehend suspendiert und zur U21 geschickt, weil sich Katterbach teamschädlich verhalten haben soll.

Noah Katterbach trainiert mit Eintracht Braunschweig auf dem Rasen im Stadion an der Hamburger Straße.
In Braunschweig will Katterbach wieder durchstarten.

Er durfte nach wenigen Wochen zwar wieder bei den Profis trainieren, kam aber lediglich in der Regionalliga für die zweite HSV-Mannschaft zum Einsatz. „Meiner Meinung nach habe ich alles gegeben und das beeinflusst, was ich beeinflussen konnte“, sagt Katterbach rückblickend. Gesundheitliche Rückschläge hätten in Bezug auf seine sportliche Situation keine Rolle gespielt. Schließlich lief er immerhin achtmal in der Regionalliga Nord auf.

Mit Blick auf die HSV-Zeit kann er sich „nichts vorwerfen“

„Da sieht man, dass ich belastbar bin und mir die Verletzungen keine Probleme mehr machen“, erklärt Katterbach, den in den Jahren zuvor zwei Kreuzbandrisse zurückgeworfen hatten. Zuletzt aber gab es andere Gründe für seine schwierige Lage. Dass Katterbach diese nicht wirklich verstehen kann, deutet er zumindest an: „Ich habe im Training Gas gegeben, wie ich es immer mache. Ich muss mir nichts vorwerfen.“ HSV-intern gab es in diesem Jahr tatsächlich keine neuerlichen Probleme mit Katterbach. Schlechte Stimmung verbreitete er nicht.

Ab sofort möchte der ehemalige U21-Nationalspieler nach vorn schauen. Die ersten Trainingseinheiten bei der Eintracht liegen hinter ihm, beim 7:0-Testspielsieg gegen die Freien Turner Braunschweig stand er am Sonntag in der Startelf. „Die letzten Jahre waren für mich nicht einfach. Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt hier bin und wieder voll angreifen kann“, betont er im „Kicker“.

Katterbach ist überzeugt, gestärkt aus der harten HSV-Phase hervorgehen zu können. „Jeder Widerstand ist auch eine Lehre. Persönlich schleppe ich das nicht mit mir herum“, stellt er klar. Seine Pläne in Braunschweig klingen selbstbewusst: „Jetzt greife ich wieder an, jetzt habe ich wieder eine faire Chance. Von hier aus geht es Schritt für Schritt nach vorn.“

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