„Ein unfassbarer Mensch!“ HSV-Coach Polzin singt für Legende Hrubesch
Er hat die erfolgreichste HSV-Ära geprägt wie kaum ein anderer und gehört bis heute zu den größten Sympathieträgern des Vereins. Entsprechend lang dürfte an diesem Freitag die Schlange der Gratulanten sein: HSV-Legende Horst Hrubesch wird 75 Jahre alt. Zu Ehren des „Kopfballungeheuers“ wird auch Trainer Merlin Polzin seine Vorbereitung auf das Nordderby am Samstag unterbrechen und ein Ständchen anstimmen.
Eine große Party zum 75. Geburtstag ist nicht geplant. Das würde zu Hrubesch nicht passen. Der legendäre Stürmer stand nie gern im Mittelpunkt. Dabei hat er in seiner Karriere eigentlich alles dafür getan. Seinen Geburtstag verbringt er mit seiner Ehefrau Angelika im Österreich-Urlaub, unter anderem beim Angeln.
In 212 HSV-Spielen erzielte Hrubesch 134 Tore
„Ich werde mich wie immer zurückziehen“, sagt der ehemalige Ausnahmestürmer, der für den HSV zwischen 1978 und 1983 in 212 Pflichtspielen insgesamt 134 Tore erzielt hat, 90 davon per Kopf. Irgendwann im Laufe dieses Freitags wird der Name Merlin Polzin auf seinem Handy stehen. „Wenn ich ihn nicht live sehen kann, dann werden wir ihn sicherlich per Video anrufen, um es so nah wie möglich zu gestalten. Und dann werden wir auch für ihn singen“, erzählt der HSV-Coach.

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Hrubesch und Polzin pflegen eine besondere Beziehung. Richtig Fahrt nahm sie im Frühjahr 2021 auf. Nach dem Aus von Cheftrainer Daniel Thioune übernahm damals Hrubesch für den Saisonendspurt den Trainerjob. Polzin durfte als sein Assistent bleiben. „Das war schon sehr, sehr besonders“, erinnert sich der 35-Jährige. „Die Zeit war sportlich zwar alles andere als erfolgreich, aber das, was mir diese Zeit persönlich gebracht hat, ist mit Worten schwer zu beschreiben. Horst Hrubesch ist nicht nur beim HSV durch seine Leistungen auf dem Platz eine absolute Legende. Er ist es auch durch die Werte, für die er einsteht.“
Für Polzin ist Hrubesch eine wichtige Bezugsperson
Die Verbindung zwischen Polzin und dem dreimaligen deutschen Meister hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter gefestigt. Auch wenn Hrubesch mittlerweile keinen festen Posten mehr im Volkspark hat, bleibt er für den HSV-Coach eine wichtige Bezugsperson. Polzin: „Er ist einfach ein ganz besonderer Sportler, aber auch darüber hinaus ein unfassbarer Mensch, der mir sehr viele positive Gedanken mitgibt, aber trotzdem auch total kritisch ist, wenn es angemessen ist.“
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Polzin ist für all das sehr dankbar. Entsprechend herzlich werden an diesem besonderen Tag die Glückwünsche ausfallen. Vielleicht gibt es am Ende von Hrubesch auch noch einen Tipp für das Nordderby in Bremen. Mit insgesamt acht Treffern gehört der Europameister von 1980 zu den erfolgreichsten Torschützen in den Duellen zwischen dem HSV und Werder.
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