HSV

Ein Grund zur Sorge? Dem HSV droht erneut eine holprige Vorbereitung

Trainer Merlin Polzin mit dem HSV-Team im Kreis auf dem Trainingsplatz in Herzogenaurach.
Im vergangenen Sommer bereitete sich der HSV vor allem in Herzogenaurach auf die neue Saison vor.

Vor dem Start in die Saisonvorbereitung gibt es beim HSV noch viele Fragezeichen. Auf Trainer Merlin Polzin wartet die nächste große Herausforderung. Geduld ist gefragt.  

In gut einer Woche startet der HSV in die Vorbereitung auf die nächste Bundesliga-Saison. Trainer Merlin Polzin wird dann zunächst allerdings nur mit einem Bruchteil seines künftigen Kaders arbeiten können. Schnell ändern dürfte sich daran kaum etwas. Wie schon im vergangenen Sommer ist vor allem Geduld gefragt. Vieles spricht dafür, dass der Start in die neue Spielzeit erneut holprig verlaufen wird.

Die Eckdaten des HSV-Sommerfahrplans stehen fest. Am 6. und 7. Juli absolvieren die Profis zunächst Leistungstests. Direkt im Anschluss geht es vom 8. bis 11. Juli in ein Kurztrainingslager nach Dänemark. Das richtige Sommer-Trainingslager findet vom 19. bis 25. Juli im österreichischen Längenfeld statt. Auch zwei Testspielgegner stehen bereits fest: Rapid Wien am 18. Juli und der FC Everton am 1. August. Problematisch bleibt hingegen der Blick auf den Kader.

Viele Veränderungen im HSV-Kader sind noch geplant

Zum Start der Vorbereitung werden zahlreiche Nationalspieler wie Miro Muheim, Otto Stange oder Sander Tangvik noch fehlen. Zudem sind in Hamburg noch mehrere Transferaktivitäten geplant. Einige Profis, darunter Noah Katterbach, Immanuel Pherai, Jean-Luc Dompé und Emir Sahiti, wollen beziehungsweise sollen den Klub noch verlassen. Auf der anderen Seite werden noch mindestens sechs neue Spieler gesucht.

Im vergangenen Sommer gab es fünf Testspiel-Pleiten

Die Transfer-Themen werden die Hamburger voraussichtlich noch bis Ende August beschäftigen. Der Markt kommt in diesem Sommer nur sehr schleppend in Schwung. Die Voraussetzungen für eine optimale Vorbereitung sehen anders aus. Polzin wird zunächst viel improvisieren müssen. Der HSV-Coach kennt dieses Problem bereits aus dem vergangenen Jahr. Damals verlief die Vorbereitung ebenfalls sehr holprig: Fünf von sieben Testspielen im Juli und August gingen verloren. Richtig einspielen konnte sich die Mannschaft erst an den ersten Spieltagen in der Bundesliga.

Mehrere Schlüsselpositionen sind beim HSV noch unbesetzt

Nun droht ein ähnliches Szenario. Zwar wird der HSV diesmal nicht wie im zurückliegenden Sommer sein komplettes Spielsystem umstellen, sondern weiterhin vor allem auf eine intensive Spielweise setzen. Die Umbaumaßnahmen im Kader werden dennoch Zeit brauchen. Hinter vielen Schlüsselpositionen — etwa im Abwehrzentrum, auf beiden Schienen, im offensiven Mittelfeld und im Angriff — stehen aktuell noch Fragezeichen.

Die Zeit in der Vorbereitung muss deshalb vor allem zum Testen und Integrieren genutzt werden. Personelle Veränderungen werden den HSV dabei weiter begleiten. Das dürfte sich im Normalfall auch in den Ergebnissen der Testspiele widerspiegeln, muss aber nicht zwangsläufig ein Grund zur Sorge sein. Der vergangene Sommer hat gezeigt: Auch ein holpriger Start kann am Ende in eine erfolgreiche Saison münden.

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