Martin Harnik mit Sky-Mikrofon vor dem Nordderby. Neben ihm steht Merlin Polzin und guckt auf Harnik.

Martin Harnik glaubt an den HSV-Klassenerhalt. Foto: IMAGO/Eibner

Düstere HSV-Prognose: Kruse widerspricht Harnik

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Wer steigt ab, wer bleibt drin? Der Abstiegskampf nimmt im Saisonfinale noch einmal Fahrt auf. Das liegt auch an den schwächelnden Traditionsklubs 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach, dem HSV und Werder Bremen. Alle haben 31 Punkte auf dem Konto und mit fünf Zählern Vorsprung ein noch vermeintlich üppiges Pölsterchen Vorsprung auf Relegationsrang 16, auf dem aktuell der FC St. Pauli (26 Punkte) steht. Dahinter brachte sich zuletzt auch der VfL Wolfsburg (24) noch einmal in Stellung und auch der 1. FC Heidenheim (19) könnte mit einem Sieg am Samstag gegen St. Pauli (Liveticker auf MOPO.de) noch einmal Relegations-Luft schnuppern. In ihrem Podcast „Flatterball“ legen sich die Ex-Profis Martin Harnik, der unter anderem für den HSV und Werder Bremen spielte, und Max Kruse, der ebenfalls für Werder sowie zudem für St. Pauli, Gladbach und auch Wolfsburg auflief, auf die Endplatzierung im Tabellenkeller fest. Einig sind sie sich nicht.

Harnik, der zuletzt als Sky-Experte sowohl St. Paulis Heimspiel am Millerntor gegen Köln (1:1) verfolgte als auch das Nordderby zwischen Bremen und dem HSV (3:1), glaubt, dass es am letzten Spieltag zwischen dem Kiezklub und Wolfsburg zum „Showdown“ um Platz 16 beziehungsweise den direkten Abstiegsplatz kommen wird. „Die Wolfsburger werden auf jeden Fall noch etwas holen, stehen entweder ganz knapp hinter St. Pauli oder knapp davor“, prognostiziert der Ex-Profi, der noch für die TuS Dassendorf in der Hamburger Oberliga spielt.

Harnik und Kruse spielen gemeinsam in Dassendorf

Dort ist mittlerweile auch Kumpel Kruse aktiv. Als es in ihrem Podcast um die Prognose für den HSV geht, sind sie sich uneinig. „Die Hamburger sichern sich den Klassenerhalt an diesem Spieltag zu Hause gegen Hoffenheim mit einem Dreier“, ist sich Harnik sicher. Bremen macht laut Harnik eine Woche später gegen Augsburg den Klassenerhalt klar und auch St. Pauli holt noch vier Punkte.

Aktuell kicken Martin Harnik und Max Kruse gemeinsam für TuS Dassendorf in der Hamburger Oberliga. IMAGO / Hanno Bode
Max Kruse wird für Martin Harnik in Dassendorf eingewechselt.
Aktuell kicken Martin Harnik und Max Kruse gemeinsam für TuS Dassendorf in der Hamburger Oberliga.

Kruse ist nicht einverstanden mit der Vorhersage. „Ich bin auf jeden Fall nicht deiner Meinung“, sagt der ehemalige Nationalspieler. „Der HSV macht es auf jeden Fall nicht am Wochenende klar“, mutmaßt Kruse und legt dann nach: „Ich kann mir sogar vorstellen, dass der HSV noch auf den Relegationsplatz kommt.“

Kruse sieht HSV-Restprogramm als großes Problem

Ein langgezogenes „Boah“ ist die Reaktion von Harnik. „Der HSV wird mit seinem Restprogramm einfach am meisten Probleme haben da unten. Deswegen sage ich: Entweder HSV oder St. Pauli in der Relegation“, begründet Kruse. Nach Hoffenheim geht es für den HSV nach Frankfurt, ehe Freiburg in den Volkspark kommt und zum Abschluss das Auswärtsspiel in Leverkusen wartet. In der Tat schwierige Aufgaben für die Hamburger.

Martin Harnik spielten in ihrer Profikarriere gemeinsam für Werder Bremen. IMAGO/Eibner
Martin Harnik und Max Kruse jubeln
Martin Harnik spielten in ihrer Profikarriere gemeinsam für Werder Bremen.

Auch die Konkurrenz hat harte Gegner im Saisonfinale

Doch auch die Konkurrenz hat es auf dem Papier nicht leicht. Köln spielt jetzt gegen Leverkusen, dann geht es zu Union, ehe noch Heidenheim zu Gast ist und dann in München vermutlich schon alles klar sein muss. Gladbach hat den Keller-Knaller in Wolfsburg vor der Brust, dann kommen Dortmund, die Fahrt nach Augsburg und Hoffenheim. Bremen gastiert zunächst in Stuttgart. Es folgen die Partien zu Hause gegen Augsburg, in Hoffenheim und daheim gegen Dortmund. Nach Heidenheim empfängt St. Pauli Mainz, gastiert in Leipzig und hat dann ein vermeintliches Finale gegen Wolfsburg, das nach Gladbach in Freiburg spielt und dann den FC Bayern empfängt, bevor es ans Millerntor geht.

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Ein Grund, warum Kruse den VfL als Absteiger sieht. Das Endspiel um Platz 16 werden die Wölfe seiner Meinung nach nicht bekommen. Aber eben St. Pauli die Chance, noch am HSV vorbeizuziehen. Eine düstere Prognose für Harniks Ex-Klub, mit dem er 2019/20 eine Saison in der Zweiten Liga spielte. Klar ist also nur eines: Es bleibt spannend.

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