Merlin Polzin umarmt Nicolás Capaldo am Spielfeldrand

HSV-Trainer Merlin Polzin nahm Nicolás Capaldo gegen Union Berlin kurz vor Schluss vom Feld. Foto: WITTERS

Droht noch ein Abwehr-Ausfall? HSV-Trainer Polzin klärt auf

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Schon im September durfte U21-Verteidiger Jeremy Gandert mal bei den HSV-Profis mittrainieren, damals tat er es aufgrund einer Verletzung mit einer Gesichtsmaske, wie Fotos belegen. An diesem Mittwoch, zwei Tage vor dem Auswärtsspiel in Mainz, das Luka Vuskovic gelbgesperrt verpassen wird, wirkte der 19-Jährige nun mal wieder mit an einer Einheit unter Merlin Polzin. Wohl auch, weil in Nicolás Capaldo eine Stammkraft fehlte. Droht dem HSV-Chefcoach der nächste Ausfall in der defensiven Dreierkette? Am Nachmittag klärte Polzin auf.

„Er war unter der Woche gesundheitlich ein bisschen angeschlagen und konnte nicht die kompletten Einheiten machen“, sagte der Trainer über Capaldo, der wegen seiner Erkrankung schon am Dienstag auf dem Platz gefehlt hatte. Am Mittwoch trainierte der Argentinier zumindest in den Katakomben und ließ sich pflegen. „Er hat sich aber ein bisschen ferngehalten von den anderen Spielern, um nichts zu riskieren“, konkretisierte Polzin auf Nachfrage und berichtete: „Er wurde von den Physiotherapeuthen behandelt und hat isoliert trainiert. Im Austausch mit ihm war aber zu vernehmen, dass er unbedingt spielen will, topfit und bei 100 Prozent.“

Capaldo fehlte im HSV-Training – Vuskovic-Vertreter offen

Polzin lächelte, als er diese Sätze sagte. Am Ende werden die HSV-Mediziner und er entscheiden, ob Capaldo wirklich einsatzfähig ist. „Ich überzeuge mich lieber noch mal davon, bevor wir die Entscheidung treffen“, so der Coach.

Schon im Herbst trainierte Jeremy Gandert mal bei den HSV-Profis mit – damals noch mit Gesichtsmaske. imago images/Oliver Ruhnke
Jeremy Gandert mit Maske im HSV-Training am Ball
Schon im Herbst trainierte Jeremy Gandert mal bei den HSV-Profis mit – damals noch mit Gesichtsmaske.

Sollte Capaldo wider erwarten ausfallen, würde sich die Hamburger Hintermannschaft quasi von allein aufstellen. Denn es blieben mit Warmed Omari, der nach seinem Ausfall gegen Union Berlin (3:2) wieder voll mittrainiert, Daniel Elfadli und Jordan Torunarigha nur noch drei arrivierte Bundesliga-Innenverteidiger. So oder so gilt es, die offene Frage zu klären, wer den Vuskovic-Job in der Abwehrmitte übernehmen wird. „Luka wird wird uns mit seiner Leistung und seiner Persönlichkeit fehlen. Ich freue mich aber darauf, jemand anderen auf der Position zu sehen“, sagt Polzin, der schon am Montag darauf verwiesen hatte, dass er sowohl Elfadli als auch Omari diese Rolle zutrauen würde.

Polzins HSV-Planspiele mit Omari, Elfadli und Torunarigha

Innerhalb des Trios ist Torunarigha der einzige Linksfuß, das aber heißt nicht, dass er für die zentrale Position gar nicht infrage kommt. Zumal Elfadli in dieser Saison auch schon halblinks auflief – also dort, wo Torunarigha zuletzt gesetzt war. Halbrechts hat sich Capaldo festgespielt – sein erstes Spiel bestritt der Allrounder dort übrigens beim Hinspiel gegen Mainz (4:0). Eigentlich war er für das Mittelfeld verpflichtet worden, ehe Polzin ihn umfunktionierte.

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Der Trainer möchte nun nur ungern verzichten auf den Vizekapitän, der unermüdlich vorangeht und gegen Union zum ersten Mal im HSV-Trikot traf. Jetzt wäre Capaldo froh, am Freitag überhaupt auf dem Rasen stehen zu können. Vuskovic wird dann definitiv als Zuschauer auf der Tribüne platz nehmen. Nach seinem von Polzin genehmigten Kurzurlaub in Kroatien kehrte der 18-Jährige am Mittwochvormittag auf den Trainingsplatz im Volkspark zurück.

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