HSV
Drei Jahre nach dem Karriere-Ende: Ex-HSV-Profi startet in anderer Sportart durch
Im Sommer 2023 beendete Sven Schipplock seine Fußball-Karriere, seitdem war öffentlich kaum noch etwas von ihm zu hören. Nun versucht er sein Glück in einer anderen Sportart.
Drei Jahre lang war Sven Schipplock für die Öffentlichkeit weitestgehend untergetaucht. Nachdem der Ex-HSV-Profi seine Fußball-Karriere im Sommer 2023 beendet hatte, produzierte er nur noch wenige Schlagzeilen – auch, weil seine Zukunftsplanung keinen Anschlussjob als Trainer oder Manager beinhaltete. Nun ist Schipplock überraschend wieder aufgetaucht und versucht sein Glück in einer anderen Sportart.
Den HSV-Fans ist Schipplock als Pechvogel wie auch als angenehmer Zeitgenosse in Erinnerung. In seiner Hamburger Zeit (2015 bis 2018, darunter ein Jahr auf Leihbasis in Darmstadt) gelang ihm in 32 Pflichtspielen zwar kein Treffer. Seine Trainer aber schätzten den Angreifer für seinen Fleiß auf dem Platz. Nach 181 Bundesligaspielen (20 Tore) für Stuttgart, Hoffenheim, den HSV, Darmstadt und Bielefeld war dann 2023 Schluss. Der unter Hüftproblemen leidende Schipplock ließ seine Karriere bei der zweiten Mannschaft des VfB ausklingen.
Ex-HSV-Profi absolviert jetzt Hyrox-Wettkämpfe
Jetzt ist er mit 37 Jahren wieder da – und haut alles in die Waagschale, was sein Körper hergibt. Kürzlich absolvierte Schipplock seinen ersten Hyrox-Wettkampf, eine derzeit sehr angesagte Kombination aus Laufen und Krafttraining. Mit seinem Partner Patrick Ziegelmüller knackte er bei der Mammut-Veranstaltung in Berlin-Tempelhof gleich die magische Schallmauer und beendete den Wettkampf unter einer Stunde (57:06 Minuten).
„Ich habe mir vor ein paar Jahren auch nicht träumen lassen, dass ich sowas mal machen würde“, sagt Schipplock der MOPO und muss lachen. „Ich habe zunächst zwei Jahre deutlich weniger Sport gemacht, vor ein paar Monaten aber Feuer gefangen. Hyrox ist zwar mega anstrengend, bringt aber Spaß.“ Und weiter: „Auf den Wettkampf in Berlin habe ich mich fünf Monate lang vorbereitet. Mein Körper kommt mit den Belastungen klar.“
Hyrox besteht aus jeweils acht Läufen und Kraftübungen
Die haben es in sich. Hyrox besteht aus jeweils acht Kraft-Übungen und acht Ein-Kilometer-Läufen. Auf jeden der gelaufenen Kilometer folgt eine Kraft-Station. Unter anderem sind Schlitten-Ziehen, das Tragen von Sandsäcken oder das Werfen von Medizinbällen gefordert. 2017 wurde Hyrox in Hamburg entwickelt und zählt zu den weltweit am schnellsten wachsenden Trendsportarten. Allein am Wettkampf in Berlin nahmen 35.000 Menschen teil.
Schipplock ist heiß auf mehr. „Übertreiben sollte man es aber nicht“, weiß er. „Die Belastung ist extrem. Den nächsten Wettkampf würde ich gern in vier, fünf Monaten absolvieren.“ Kollege Ziegelmüller wird sogar bei der WM in Stockholm an den Start gehen.
Schipplock hat den HSV weiterhin im Blick
Offen, ob es bei Schipplock irgendwann auch so weit kommt. Neben den Trainingseinheiten für sein neues Hobby hat er auch seine früheren Fußballvereine weiterhin im Blick. „Ich lebe in Reutlingen und besuche regelmäßig die VfB-Heimspiele“, berichtet er. „Aber auch auf den HSV werfe ich ständig ein Auge. Über den Klassenerhalt habe ich mich sehr gefreut. Ich drücke dem Klub immer die Daumen.“
Schipplock selbst hat die Seiten gewechselt – taucht nun aber in den Meldelisten einer anderen Sportart auf.
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