„Die HSV-Fans werden sich wundern“: Heftis Ex-Trainer mit klarer Ansage
Was hat er drauf, der Neue für die rechte Seite? Mit Spannung erwarten die HSV-Fans das Debüt des gerade aus Genua verpflichteten Silvan Hefti. Samstag (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gegen Hertha BSC soll der Schweizer erstmals für seinen neuen Verein auflaufen. Einer weiß schon jetzt, was die Anhänger dann zu sehen bekommen werden. „Die HSV-Fans werden im Normalfall viel Freude an Silvan haben“, erzählt dessen Ex-Trainer Joe Zinnbauer.
Auch rund 2000 Kilometer vom Volkspark entfernt, verfolgt Zinnbauer genau, was beim HSV passiert. Hamburgs früherer Trainer, der sich gerade mit Saudi-Klub Al-Wehda in Spanien auf die neue Saison vorbereitet, hat Heftis Verpflichtung mit großem Interesse wahrgenommen. Denn der Abwehrmann ist einer seiner Zöglinge.
Im Sommer 2015 wurde Eigengewächs Hefti beim FC St. Gallen aus der U18 zu den Profis hochgezogen. Nach einem raschen Trainerwechsel übernahm Zinnbauer bei den Espen und schenkte dem Talent sein Vertrauen. Gleich im ersten Jahr wurde Hefti Stammspieler und kam zu 23 Einsätzen in der Schweizer Super League.
Ex-HSV-Trainer Zinnbauer trainierte Hefti in St. Gallen
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„Man hat sofort gesehen, dass Silvan ein sehr stabiler, intelligenter Spieler ist“, erinnert sich Zinnbauer, der Hefti zudem zu einer defensiven Vielseitigkeit verhalf: „Wir haben ihn dann zwischenzeitlich nicht nur rechts, sondern auch in der Abwehrmitte spielen lassen.“
Den Werdegang seines Schützlings verfolgte Zinnbauer auch, nachdem sich die Wege nach knapp zwei gemeinsamen Jahren trennten. Nun freut sich der HSV auf Hefti und erhofft sich von ihm Stabilität auf der rechten Seite. „Die wird der Verein bekommen“, behauptet Zinnbauer und benennt dessen Stärken: „Wenn Silvan ins Laufen kommt, ist es für den Gegner sehr schwer, ihn zu bremsen, da ist er sehr geschickt. Auch sein Kopfballspiel ist stark, wenngleich er kein Riese ist (1,84 Meter, die Red.).“
HSV-Zugang Hefti bestritt 27 Spiele für die Schweizer Jugend-Nationalteams
Als größten Vorzug des 27-fachen Junioren-Nationalspielers aber sieht Zinnbauer dessen Konstanz an: „Die großen Wellentäler gibt es bei Silvan nicht. Er ist stabil und agiert auch kontinuierlich auf seinem Niveau. Die Fans werden sich wundern und freuen: Wenn du ihn aufstellst, weißt du, was du bekommst, und kannst dich total darauf verlassen.“
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Zinnbauer wird aus der Ferne beobachten, wie es für Hefti und den HSV läuft. Und zwar aus noch größerer Distanz als zuletzt. Nachdem der 54-Jährige Raja Casablanca zum Double (Meisterschaft und Pokal) in Marokko führte und ein komplettes Jahr lang (!) ohne Niederlage blieb, folgt nun der nächste Schritt. Er will Al-Wehda wieder zu einer größeren Nummer der Saudi Pro League machen, freut sich auf die Duelle mit zahlreichen Topstars wie Ronaldo oder Neymar. „Die Zeit bei Raja war atemberaubend“, sagte Zinnbauer der MOPO. „Aber am Ende hatten wir andere Vorstellungen und es ist schön, eine neue Aufgabe zu haben, die mich so sehr reizt.“