HSV-Trainer Merlin Polzin hält sich die Hand an den Mund und schaut nachdenklich.

Fast ist es geschafft. Merlin Polzin steht kurz vor dem Klassenerhalt mit dem HSV. Foto: imago/osnapix

Die große Hochrechnung: So sicher ist der HSV-Klassenerhalt jetzt

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Mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz geht der HSV in die letzten drei Spieltage dieser Bundesliga-Saison. Wird es für die Hamburger im Kampf um den Klassenerhalt noch mal eng? Wie sieht das Restprogramm der Konkurrenz aus? Gibt es für den HSV warnende Beispiele aus der Vergangenheit? Die MOPO hat vor dem Endspurt eine Hochrechnung gemacht.

Mit Borussia Mönchengladbach (0:0 in Wolfsburg) und Werder Bremen (1:1 in Stuttgart) haben am vergangenen Wochenende zwei Teams den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Sie stehen nun wie Union Berlin bei 32 Punkten. Noch ist für alle auch der direkte Abstieg möglich – allerdings nur in der Theorie. Es müsste schon sehr viel zusammenkommen, damit sie noch einmal in akute Abstiegsgefahr geraten.

Auch ein Fünf-Punkte-Vorsprung kann verspielt werden

Beim HSV und Köln sieht es sehr ähnlich aus. Beide stehen aktuell bei 31 Zählern – und haben damit ein Fünf-Punkte-Polster auf die Abstiegszone. Der HSV spielt noch in Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de), gegen Freiburg (10. Mai) und in Leverkusen (16. Mai). Köln muss noch bei Union Berlin, gegen Heidenheim und zum Abschluss in München ran. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Saison 1995/96 hat in der Bundesliga bislang nur eine Mannschaft im Tabellenkeller einen Vorsprung von fünf Punkten an den letzten drei Spieltagen noch verspielt.

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Passiert ist das dem nächsten HSV-Gegner Frankfurt. In der Saison 2010/11 stand die Eintracht nach 31 Spieltagen mit 34 Zählern auf Rang 15 und hatte fünf Punkte mehr als der Tabellen-17. Borussia Mönchengladbach. Frankfurt verlor die letzten drei Spiele, die Borussia holte sieben Punkte und zog noch vorbei.

Eintracht Frankfurt ist für den HSV ein warnendes Beispiel

Für den HSV und Köln ist das ein warnendes Beispiel. Auch spektakuläre Wendungen sind im Endspurt noch möglich. Dafür müssten allerdings vor allem die Verfolger liefern. St. Pauli (Platz 16) muss fünf Punkte aufholen, bei Wolfsburg (Rang 17) sind es sogar sechs. Beide haben zudem das deutlich schlechtere Torverhältnis als Köln und der HSV. Und beide treffen am letzten Spieltag noch im direkten Duell aufeinander – sie nehmen sich also gegenseitig Punkte weg.



Der Kiezklub spielt noch gegen Mainz, in Leipzig und gegen Wolfsburg. In der Hinrunde holte St. Pauli gegen diese drei Gegner nur zwei Punkte. Wolfsburg muss vor dem Finale am Millerntor noch in Freiburg und gegen die Bayern ran. Lediglich das Duell mit den Kiezkickern wurde in der ersten Saisonhälfte gewonnen.

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Fazit: Der HSV und Köln sind genau wie Mönchengladbach, Union Berlin und Werder Bremen noch nicht gerettet. Die Wahrscheinlichkeit liegt allerdings sehr nahe an 100 Prozent – selbst dann, wenn in dieser Saison kein Spiel mehr gewonnen wird. Komplett ungewöhnlich wäre das nicht. In der Vergangenheit haben schon mehrfach 31 oder 32 Punkte für den direkten Klassenerhalt gereicht.

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