Der Derby-Schiri steht fest: Er hatte erst kürzlich Ärger mit dem HSV
Seit Mittwochabend steht fest, welcher Schiedsrichter das Hamburger Derby leiten wird. Und beim HSV dürfte man die Entscheidung mit gemischten Gefühlen aufgenommen haben …
Der DFB schickt Tobias Welz nach Hamburg, der 48-Jährige, der hauptberuflich Polizist ist, soll das Derby am Freitag am Millerntor (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) möglichst sicher und souverän über die Bühne bringen. Eine Entscheidung, die im sieben Kilometer entfernten Volkspark nicht zwingend Jubelstürme ausgelöst haben dürfte. Denn erst vor wenigen Wochen hatte der HSV Ärger mit dem Referee aus Wiesbaden.
Welz pfiff den HSV beim Pokal-Aus gegen Kiel
Anfang Dezember machte der HSV mit Welz zuletzt Bekanntschaft, das auch noch sehr unliebsam. Weil der Unparteiische im Rahmen des DFB-Pokalspiels gegen Holstein Kiel eine Attacke von Gui Ramos als Foul wertete, glichen die Gäste kurz vorm Ende der Verlängerung per Freistoß zum 1:1 aus, siegten später im Elfmeterschießen. Hinterher beklagten sich die HSV-Profis und Trainer Merlin Polzin über diese Entscheidung.

Fakt ist: Beide Hamburger Vereine haderten in jüngerer Vergangenheit mit Entscheidungen der Schiedsrichter. St. Pauli gleich zwei Mal, nachdem in Wolfsburg (1:2) Hauke Wahls Handspiel mit einem Strafstoß geahndet wurde und in Dortmund (2:3) Nico Schlotterbeck für sein Einsteigen gegen Arkadiusz Pyrka nicht des Feldes verwiesen wurde. Der HSV schäumte, weil in Freiburg (1:2) vor dem entscheidenden Treffer der Gastgeber ein eigentlich klares Foul an Jordan Torunarigha nicht geahndet wurde. Und am Freitag?
Drei HSV-Profis erhielten von Welz schon die Rote Karte
Nicht zum ersten Mal, dass Welz dem HSV in dieser Saison kein Glück brachte. Ende Oktober war er bei der 1:2-Pleite in Leipzig an der Pfeife. Grundsätzlich ist seine HSV-Bilanz mit je acht Siegen und Unentschieden bei elf Niederlagen negativ. Drei Hamburgern zeigte Welz in der Vergangenheit Rot – Anssi Suhonen (2023), Maxi Beister (2013) und Gojko Kacar (2011).
Im Lager der Kiezkicker dürften sie mit der Schiedsrichter-Einteilung hingegen zufrieden sein. Zwölfmal leitete Welz Spiele mit St. Pauli-Beteiligung, neun davon gewannen die Braun-Weißen (bei nur einer Niederlage). Auch die letzten drei Spiele mit Welz an der Pfeife wurden gewonnen.
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Geschichte hin, Historie her: Bei der Partie am Freitag wird es auch auf Welz ankommen. Dass die Emotionen hochkochen werden, dürfte angesichts der Brisanz der Partie feststehen. Es wird spannend zu sehen sein, welche Linie der erfahrene Referee wählt.
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