HSV
„Der Vorteil ist …“: Was Cardoso von den HSV-Frauen in dieser Saison erwartet
Die HSV-Frauen starten mit Trainer Rodolfo Cardoso in die Vorbereitung auf die neue Saison – in der sie den Abstiegskampf vermeiden wollen. Mut macht Top-Talent Lotta Wrede.
Wettertechnisch durften sich die HSV-Kickerinnen beim Trainingsauftakt am Mittwoch schon einer breiten Palette von Anforderungen stellen – vom heißen Sonnenschein bis zum Sturzregen war alles dabei. Trainer Rodolfo Cardoso verriet danach, wie die Hamburgerinnen ihr zweites Bundesliga-Jahr angehen werden.
„Der Vorteil ist, dass wir in dieser Saison mehr Zeit haben“, sagt der Coach, der im Frühjahr als Feuerwehrmann für die letzten vier Saisonspiele einsprang und den Klassenerhalt realisierte. Nun ist Cardoso nach einigen Wochen Unklarheit zum Cheftrainer befördert worden – und hat sieben Wochen Vorbereitungszeit, bis das erste Punktspiel ansteht.
HSV-Frauen freuen sich über Verbleib von Lotta Wrede
„Connect! Macht euch frei! Triangle – Dreieck aufbauen!“, schallte es in deutsch-englischer Fußballsprache über den Trainingsplatz, auf dem 21 der aktuell 26 Spielerinnen die erste Einheit bestritten. Lotta Wrede, die eine Fußverletzung auskuriert, lief stattdessen einige Runden um den Platz – und dass die 18-Jährige dies tat, kann der HSV als ersten Saisonerfolg verbuchen.
Trotz Avancen vom FC Barcelona verlängerte das Supertalent kürzlich für ein Jahr in Hamburg. „Wenn sie schnell auf die Beine kommt, wäre das für uns eine ganz große Hilfe“, freut sich Cardoso: „Wenn eine Mannschaft wie Barcelona hintansteht, spricht das für sich.“
HSV-Frauen haben bereits fünf Neuzugänge
Ein Quintett ist neu an Bord: Torhüterin Jule Baum (26) kam vom Zweitliga-Spitzenklub SC Sand, Celainy Obispo (25, Feyenoord Rotterdam) und Sylwia Matysik (29, 1. FC Köln) sollen die Abwehr verstärken, mit Leila Peneau (24, St. Pölten) und Andrea Svibkova (21, Linz) zog es zwei neue Offensivkräfte aus Österreich nach Hamburg. Weitere Verpflichtungen sind nicht ausgeschlossen.
Anfang August geht es für ein Trainingslager in die Niederlande. „Die Bundesliga wird jedes Jahr besser“, sagt Cardoso und hat keine Lust auf „noch so eine Zittersaison“: „Wir versuchen, so schnell wie möglich so viele Punkte zu sammeln, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“ In welchem System dieser Versuch geschieht, hält der Argentinier sich offen: „Ob wir nachher 4-4-2 oder 4-2-3-1 spielen, wissen wir im Lauf der Vorbereitung.“
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