Der neue Vuskovic? HSV-Zugang (16) holt Rekord und lässt ein ganzes Land schwärmen

Andrej Vasiljevic mit HSV-Trikot vor dem Campus
Andrej Vasiljevic spielt ab Sommer für den HSV und sorgt in seiner Heimat Ungarn schon für Furore.

So schmerzhaft es für alle Beteiligten auch sein wird: Die Tage von Luka Vuskovic beim HSV sind gezählt. Im Sommer endet die Leihe des 19-Jährigen, der dann zu Tottenham Hotspur zurückkehrt oder womöglich direkt an einen europäischen Top-Klub transferiert wird. Nicht auszuschließen ist aber, dass der HSV das nächste Mega-Talent der Marke Vuskovic bereits unter Vertrag hat: Andrej Vasiljevic (16), der im Sommer in den Volkspark wechseln wird, schreibt derzeit in Ungarn Geschichte.

Rund fünf Wochen sind vergangen, seit der HSV mit einigermaßen großem Brimborium die Verpflichtung seines neuen Nachwuchs-Talents bekannt gab. Der Deal war dem Verein sogar einen größeren Artikel auf seiner Homepage wert – eine bei Jugend-Transfers ungewöhnliche Maßnahme, die die Bedeutung des Coups unterstreichen sollte. 1,5 Millionen Euro (plus Bonuszahlungen) zahlt der HSV für den Angreifer von MTK Budapest, an dem unter anderem auch Inter Mailand, Benfica Lissabon und Borussia Dortmund dran waren.

HSV-Zugang Vasiljevic wurde in Ungarn zum Rekordspieler

Seit dem vergangenen Wochenende steht fest: Der HSV hat sich einen Rekordspieler geangelt. Beim 1:1 von MTK gegen Nyíregyháza wurde Vasiljevic kurz vor dem Ende eingewechselt und damit zum ersten Spieler des 2010er-Jahrgangs, der jemals ein Erstligaspiel in Ungarn bestritten hat. Mit einem Alter von 16 Jahren, einem Monat und sieben Tagen ist er zudem der zweitjüngste Debütant in der 125-jährigen Geschichte der Eliteliga.

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In seiner Heimat sorgte das Debüt für großes Aufsehen. Vasiljevic wird in Ungarn ohnehin als neues Wunderkind tituliert. Mit 15 Jahren unterschrieb er seinen ersten Profivertrag bei MTK – kein Spieler war jünger als er.

Auch HSV-Profi Vuskovic schrieb in der Heimat Geschichte

Die Parallelen zu Vuskovic sind unverkennbar. Der Kroate führt seinerseits die Rekordliste seines Landes an, debütierte im Februar 2023 im Alter von 16 Jahren und zwei Tagen für Hajduk Split, teilt sich diesen Rekord kurioserweise aber mit zwei weiteren Spielern (Juraj Frigan und Marko Dabro). Schon damals prophezeiten ihm viele Experten eine große Karriere. Die steht nun offenbar unmittelbar bevor. Nach seinem Leihwechsel von den „Spurs“ zum HSV wurde der Abwehrmann zum Shooting-Star dieser Bundesliga-Saison. Nahezu alle europäischen Großvereine haben ihn auf dem Zettel, insbesondere der FC Barcelona soll sich intensiv um Vuskovic bemühen, der im Sommer mit Kroatien an der WM teilnimmt.

Luka Vuskovic im Frühjahr 2023 bei einer Partie von Hajduk Split.
Perfekte Karriereplanung: Luka Vuskovic debütierte mit 16 Jahren und zwei Tagen für Hajduk Split.

Kann Vasiljevic einen ähnlichen Weg gehen? Klar ist, dass dem Ungarn im Vergleich zu Vuskovic noch mehrere Entwicklungsschritte fehlen. Der HSV wird seine erste Auslandsstation, zunächst soll er in der U19 zum Einsatz kommen. Schnellere Beförderungen in Richtung U21 sind allerdings keineswegs ausgeschlossen. „Wir sind überzeugt, dass Andrej mit uns die nächsten Schritte seiner Karriere erfolgreich gehen kann“, erklärte HSV-Sportdirektor Claus Costa nach der Verpflichtung.

Beim HSV erhoffen sie sich von Vasiljevic eine Menge

Der etwas schlaksig wirkende, 1,91 Meter große Stürmer bringt grundsätzlich alles mit, was im Profifußball gefragt ist. Costa stellte fest: „Andrej besitzt ein hochspannendes und ausgewogenes Stürmer-Profil. Er vereint klassische Attribute eines Mittelstürmers wie Größe, Technik und Torgefahr in hohem Maße und verfügt für sein Alter über eine sehr reife Spielanlage.“

Wie schnell Vasiljevic‘ Weg im Volkspark nach oben führen kann, wird sich zeigen. Auch Vuskovic brauchte seine Zeit, um zu reifen und sich an das harte Profigeschäft zu gewöhnen. Sein Karriereweg wirkt im Nachhinein als bestes Beispiel für einen perfekt geplanten Aufbau. Nachdem sich Tottenham 2023 Vuskovic‘ Dienste gesichert hatte, spielte er jeweils eine Saison auf Leihbasis in Polen (Radomiak Radom) sowie in Belgien (KVC Westerlo) und überzeugte in beiden Ländern, ehe der bereits recht große Sprung zum HSV folgte. Nun ist Vuskovic bereit für die ganz großen Aufgaben.

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Im Volkspark haben die Bosse die Vision und Hoffnung, dass mit Vasiljevic perspektivisch ein ähnlicher Weg möglich sein könnte. Auch wenn gut Ding Weile haben will.