Der Kampf um den letzten Kaderplatz: Wen macht der HSV-Trainer glücklich?
Vor den meisten Bundesliga-Spielen hatte Merlin Polzin in dieser Saison beim Blick auf den Spieltagskader die Qual der Wahl. Weil die Auswahl zu groß war, musste der HSV-Trainer immer wieder fitte Profis auf die Tribüne setzen. Vor dem Augsburg-Spiel am Samstag sieht die Ausgangslage jedoch anders aus. Nur hinter einem Kaderplatz steht noch ein Fragezeichen. Dabei geht es nicht um die ganz großen Namen, wohl aber um zwei besondere Geschichten.
Mit Jean-Luc Dompé, Yussuf Poulsen, Alexander Røssing-Lelesiit, Nicolás Capaldo, Bakery Jatta, Omar Megeed und Nicolai Remberg fallen sieben HSV-Profis verletzt oder gesperrt für das Heimspiel gegen Augsburg aus. Der Kader stellt sich für Polzin damit diesmal fast von selbst auf. Aus 19 Feldspielern muss der HSV-Trainer 18 auswählen. Nach dem Abschlusstraining am Freitag war lediglich noch offen, ob Noah Katterbach oder Nachwuchsverteidiger Shafiq Nandja gegen Augsburg dabei sein würde. Einer darf auf die Bank, der andere muss auf die Tribüne.
Katterbach und Nandja stehen vor ungewisser Zukunft
Der Kampf um den letzten Kaderplatz ist diesmal keine brisante Entscheidung. Dafür haben beide Kandidaten sportlich in dieser Saison bei den Profis noch keine große Rolle gespielt. Daran wird sich auch durch den Auftritt gegen Augsburg kaum etwas ändern. Für beide wäre die Berufung in den Spieltagskader dennoch ein besonderer Moment. Beide stehen nach der Saison vor einer ungewissen Zukunft.

Der 19-jährige Innenverteidiger Nandja spielt seit der Jugend beim HSV und ist in dieser Saison Stammspieler in der U21 in der Regionalliga Nord. Bei den Profis trainiert er im Volkspark regelmäßig mit. Beim Pokal-Achtelfinale gegen Holstein Kiel schaffte er es erstmals in das Aufgebot von Trainer Polzin. Gegen Augsburg könnte nun seine Kaderpremiere in der Bundesliga folgen. Es könnte zugleich seine letzte Chance auf diese besondere Bühne beim HSV sein. Nandjas Vertrag im Volkspark läuft im kommenden Sommer aus. Wie es für ihn weitergeht, ist noch offen.
Bekommt Katterbach noch ein Abschiedsspiel beim HSV?
Das gilt auch für Katterbach. Er hat zwar noch einen Vertrag bis 2027 beim HSV. Erfüllen dürfte der 24-Jährige diesen jedoch kaum. Der Außenverteidiger wollte bereits im Winter weg, bekam aber keine Freigabe. Bei den Profis wird er allerdings nicht gebraucht. Das haben die vergangenen Monate deutlich gezeigt. Lediglich in zwei Bundesligaspielen gehörte er bislang zum Kader, zum Einsatz kam er nicht. Gegen Augsburg könnte er jetzt immerhin mal wieder dabei sein.
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Katterbach und Nandja kämpfen um den letzten Kaderplatz für das Augsburg-Spiel. Für beide ist es eine große Chance. Schon in der kommenden Woche dürfte alles wieder deutlich schwieriger werden. Dann werden mit Remberg, Jatta und womöglich auch Capaldo wieder drei Profis mehr zur Verfügung stehen. Für Polzin rückt dann erneut die Qual der Wahl mit harten Kader-Entscheidungen in den Vordergrund.
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