Sophie Hillebrand im Zweikampf mit Carolin Simon

Kein Durchkommen gab es für Sophie Hillebrand gegen Bayerns Nationalspielerin Carolin Simon. Foto: WITTERS

Debakel für die HSV-Frauen! Bei den Bayern setzt es die höchste Saisonpleite

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Die HSV-Frauen haben beim FC Bayern München die bislang höchste Pleite dieser Bundesliga-Saison hinnehmen müssen. Beim Bundesliga-Tabellenführer unterlagen die Hamburgerinnen am Sonntag mit 0:6 (0:3). In der Tabelle bleibt der HSV damit Vorletzter, der Rückstand auf die SGS Essen auf dem ersten Nichtabstiegsplatz ist auf zwei Punkte angewachsen, weil Essen am Samstag beim SC Freiburg ein 0:0 holte.

Angesichts einer Krankheitswelle in der Vorwoche musste Trainerin Liése Brancão ihre Startelf im Vergleich zur jüngsten Heimniederlage gegen den 1. FC Köln umbauen. Im Tor begann Inga Schuldt anstelle der erkrankten Larissa Haidner, zudem rückten Hirche, Böhler und Büchele in die Anfangsformation.

Bayern-Star Giulia Gwinn erzielt die Führung per Traumtor

Von Beginn an zeigte sich, wie groß die Unterschiede an diesem Tag waren: Bayern setzte den HSV früh unter Druck, der Ball lief fast ausschließlich Richtung Hamburger Strafraum. Schuldt verhinderte mit starken Paraden gegen Tanikawa und Bühl den frühen Rückstand, war nach 15 Minuten jedoch machtlos: Giulia Gwinn nahm sich ein Herz und traf sehenswert zum 1:0 in den spitzen Winkel.

Bayern blieb klar spielbestimmend, der HSV hatte mit dem Tempo der Münchnerinnen alle Hände voll zu tun. In der 27. Minute folgte der nächste Rückschlag: Nach einem Kontakt im Strafraum entschied Schiedsrichterin Nadine Westhoff auf Elfmeter – Georgia Stanway verwandelte souverän zum 2:0.

Der HSV zeigte trotz des Rückstands Moral. Angefeuert von den mitgereisten Fans hätte in der 32. Minute sogar der Anschluss fallen können: Mia Büchele zog aus rund 25 Metern ab, traf aber nur das Aluminium. Kurz vor der Pause setzte Bayern dann den nächsten Nadelstich: Nach einer Ecke kam Klara Bühl aus dem Rückraum frei zum Schuss und stellte in der Nachspielzeit auf 3:0.

Am kommenden Sonntag heißt der Gegner VfL Wolfsburg

Auch nach dem Seitenwechsel fand der HSV nicht ins Spiel. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff fiel das 4:0. Victoria Schulz wollte eine scharfe Hereingabe von Gwinn klären, verlängerte den Ball dabei aber unglücklich ins eigene Netz. Spätestens mit dem 5:0 in der 63. Minute war die Partie endgültig entschieden: Nach einem Freistoß von Carolin Simon köpfte Pernille Harder ein. Bayern nahm anschließend etwas Tempo heraus (am Ende standen 80 Prozent Ballbesitz), blieb aber gefährlich – und legte in der 85. Minute noch nach: Wieder nach einem Simon-Standard köpfte Lea Schüller zum 6:0-Endstand ein.

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Der HSV braucht ein kleines Wunder, um nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern. Zum Jahresabschluss wartet am Sonntag (21. Dezember/18.30 Uhr) das Nord-Duell beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg. Schon im März gibt es das nächste Wiedersehen mit den Bayern – dann im Viertelfinale des DFB-Pokals in Hamburg.

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