Das wäre eine Überraschung: Ex-HSV-Boss Boldt vor Wechsel zu Vorzeigeklub?
Die Bindung zum HSV ist groß, der Frust über die aktuelle Spielzeit aber mindestens genauso gewaltig. Der FC Kopenhagen blickt auf seine schlechteste Saison seit 26 Jahren zurück, eine Partie bleibt den stolzen Dänen noch, um das Gesamtbild ein wenig zu korrigieren. Grundsätzlich aber will der Verein im Sommer jeden Stein umdrehen, um künftig wieder erfolgreich sein zu können. Nun soll womöglich Ex-HSV-Boss Jonas Boldt den FCK wieder auf Vordermann bringen – eine Verpflichtung, die zugleich eine große Überraschung wäre.
Als Jonas Boldt am vergangenen Mittwoch im „Parken“ das Pokalfinale des FCK gegen Midtjylland (0:1) verfolgte, zogen neutrale Beobachter der Szenerie zunächst keine Rückschlüsse. Der frühere HSV-Vorstand war vor allem vor Ort, weil er Kopenhagens Trainer Bo Svensson supporten wollte, um dessen Belange sich die Agentur „projectFIVE“ kümmert, für die Boldt seit Anfang Februar arbeitet. Durchaus möglich aber, dass die Beziehung zwischen Svensson und Boldt in Kürze wieder auf ganz anderer Ebene stattfinden wird.
Ex-HSV-Boss Boldt führte bereits Gespräche mit Kopenhagen
Mehrere dänische Medien berichten, dass Boldt einer der Hauptkandidaten für den Posten des Sportdirektors beim zuletzt ins Straucheln gekommenen Rekordmeister (16 Titel) ist. Gespräche wurden bereits geführt, klar ist aber noch nichts. Insbesondere in Bezug auf die finanziellen Vorstellungen sollen beide Seiten noch auseinanderliegen. Mit Ex-BVB-Profi Niclas Jensen, der auch eine FCK-Vergangenheit hinter sich hat und von den Fans verehrt wird, steht ein zweiter Kandidat fest.
Hat Boldt Bock auf Kopenhagen? In jedem Fall hätte der frühere HSV-Boss, der von Sommer 2019 bis 2024 fünf Jahre lang die Geschicke des HSV leitete, dann eine genauso reizvolle wie spannende Aufgabe vor sich. In dieser Saison verpasste der FCK sensationell die Meisterrunde in Dänemark und wurde nur enttäuschender Tabellenachter. Zudem vergeigten die Weiß-Blauen des Pokalfinale. Immerhin: Da der FCK die Abstiegs-Gruppe gewann, darf er am Donnerstag gegen den großen Lokalrivalen Brøndby IF um einen Platz in der Conference League spielen.
Boldt könnte in den Vereinsfußball zurückkehren
Für Boldt wäre das Engagement in Dänemark der Weg zurück in den Vereinsfußball. In den vergangenen Jahren führte er zahlreiche Gespräche mit diversen Vereinen, stand unter anderem kurz vor einem Engagement bei Sturm Graz und in Hoffenheim, ehe er vorübergehend auf die Beraterseite wechselte. Nun könnte der Schritt zurück folgen.
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Sollte Boldt tatsächlich beim FCK anheuern, hätte er übrigens auch wieder einiges mit dem HSV zu tun. Beide Klubs pflegen einen freundschaftlichen Umgang miteinander, Ende vergangenen Jahres war eine HSV-Delegation um Boldts früheren Vorstandskollegen Eric Huwer zu Gast in Kopenhagen. Ein Gegenbesuch im Volkspark ist angedacht. Dann vielleicht mit Boldt.