Das große Omari-Rätsel: Warum macht der HSV-Verteidiger plötzlich so viele Fehler?
Eine kompakte Defensive soll beim HSV in dieser Saison der Schlüssel zum Erfolg sein. Zu sehen war davon zuletzt nicht viel. Der Ausfall von Luka Vuskovic ist ein Grund, aber längst nicht die einzige Erklärung. In der Abwehr werden zu viele individuelle Fehler gemacht. Das gilt immer wieder auch für Warmed Omari. Der Innenverteidiger kommt nach seinem Außenbandriss, den er sich im Laufe der Hinrunde zugezogen hatte, einfach nicht in Form. Es ist ein großes Rätsel.
Nur eines der vergangenen zehn Bundesliga-Spiele konnte der HSV gewinnen. Die magere Ausbeute liegt auch daran, dass es in jedem dieser Spiele mindestens ein Gegentor gab. Omari war bei allen Auftritten dabei – und oft mittendrin, wenn es vor dem Kasten der Hamburger gefährlich wurde. So nun auch bei der 1:2-Pleite gegen Hoffenheim, als der 26-Jährige bei beiden Gegentoren nicht gut aussah.
Hoffenheim-Spiel passt zur aktuellen Omari-Form
Beim 0:1 verlor der Nationalspieler der Komoren im Zentrum den Überblick und ließ Torschütze Fisnik Asllani komplett ungedeckt. Vor dem 1:2 verpasste er es, rechtzeitig aus der Abwehr herauszurücken, und hob damit eine Abseitsstellung auf. Ein Auftritt, der zu seiner aktuellen Form passt und für viele Fragen sorgt. Gerechnet hatte mit dieser Entwicklung im Volkspark niemand.
Feste Verpflichtung brachte keinen Leistungsschub
Als Leihspieler vom französischen Erstligisten Stade Rennes war Omari im vergangenen Sommer zum HSV gewechselt. Obwohl er zuvor so gut wie keine Spielpraxis gehabt hatte, schlug er in Hamburg direkt voll ein. Den Verantwortlichen im Volkspark gefiel das so gut, dass im Januar vorzeitig die Kaufoption gezogen wurde.

„Mit seiner Art, offensiv und mutig nach vorn zu verteidigen, und seiner Ruhe am Ball im Spielaufbau gibt Warmed unserem Spiel entscheidende Impulse. Seine Übersicht und sein ausgeprägtes Spielverständnis hat er in seinen Einsätzen eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, schwärmte Sportdirektor Claus Costa damals. Omari selbst freute sich und kündigte an, dass er die Rückendeckung, die er beim HSV auch während seiner Verletzungspause erfahren hatte, „mit guten Leistungen zurückzahlen möchte“. Zu sehen war davon in den vergangenen Monaten nur ganz wenig.
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Im Spiel nach vorn gibt es kaum noch die gewünschten Akzente, in der Abwehrarbeit immer wieder entscheidende Fehler und Aussetzer. Ein Grund sind möglicherweise die vielen Positionswechsel in der Defensive. Omari, der intern vom Trainerteam sehr geschätzt wird, wirkt teilweise überfordert. Ein Problem, das gelöst werden muss. Im Zweifel auch mal mit einer Spielpause.
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