Das engste Rennen aller Zeiten: So etwas gab es beim HSV noch nie
Solch ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es beim HSV noch nie. Durch seinen Treffer zum 1:1 gegen Augsburg kommt Ransford Königsdörffer nun auf fünf Saisontore in der Bundesliga – und befindet sich damit in bester Gesellschaft. Gleich fünf Spieler des Kaders haben aktuell fünf Treffer auf ihrem Torekonto und machen den Vereins-Schützenkönig dieser Spielzeit unter sich aus. Ein historisch enges Rennen.
Wer wird Hamburgs bester Torschütze dieser Saison? Neben Königsdörffer kommen auch Luka Vuskovic, Albert Sambi Lokonga, Fábio Vieira und Rayan Philippe auf fünf Saisontreffer und liegen gleichauf an der Spitze. Eine Ballung, die es so noch niemals in der Klub-Geschichte gab. Ähnlich eng ging es nur in der Saison 2016/17 zu. Damals kamen Nicolai Müller, Michael Gregoritsch und Bobby Wood am Saisonende auf jeweils fünf Tore.
Nur Augsburgs Top-Schützen treffen noch seltener als die des HSV
Jetzt kämpft ein Quintett um die HSV-Tor-Krone. Was zunächst gewaltig klingt, ist aber zugleich auch ein Beleg dafür, dass dem Verein ein echter Torjäger fehlt. Dass die besten Torschützen eines Vereins nach 28 Spieltagen erst fünf Treffer auf ihrem Konto haben, ist kein Ruhmesblatt. Nur Augsburg, wo Fabian Rieder und Alexis Claude-Maurice als Top-Torschützen jeweils viermal trafen, ist diesbezüglich noch schlechter.

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Merlin Polzin aber bezog diesbezüglich unlängst klar Position. „Natürlich kann ich nachvollziehen, dass man sich als Fan einen Mittelstürmer wünscht, der viele Tore erzielt und das Aushängeschild ist“, ließ der HSV-Trainer wissen. „Jedes Kind, das anfängt, Fußball zu spielen, will Stürmer sein und vor allem Tore machen. Für uns im Trainerteam spielt das aber gar keine Rolle. Mir ist vollkommen egal, wer bei uns die Tore erzielt.“
HSV-Trainer Polzin freut sich über Variabilität vor dem Tor
Auch deshalb deutet der Coach den Fünfkampf um die HSV-Krone eher als Zeichen großer Variabilität und freut sich darüber, dass sich die Gegner auf mehrere gefährliche HSV-Schützen konzentrieren müssen. Übrigens: Gemessen an seiner Spielzeit ist Sambi Lokonga (0,23 Tore pro Spiel) aktuell erfolgreichster Hamburger aus dem Führungs-Quintett, liegt damit hauchzart vor Vieira (0,22), Philippe (0,21), Vuskovic (0,20) und Königsdörffer (0,18).
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Um einen Minusrekord werden die Hamburger am Saisonende auf jeden Fall herumkommen. In der Serie 2014/15 reichten Pierre-Michel Lasogga ganze vier Saisontore, um am Ende bester HSV-Schütze zu sein. Die meisten gelangen Uwe Seeler in der Bundesliga-Premierensaison 1963/64. 30-mal traf die Klub-Legende damals – und benötigte dafür nur 28 Einsätze.
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