Das Ende der French Connection? So geht es für die HSV-Franzosen weiter
Den Klassenerhalt hat der HSV vorzeitig geschafft, nun rückt die Planung für die neue Bundesligasaison in den Vordergrund. Auf Sportdirektor Claus Costa wartet dabei jede Menge Arbeit. Der nächste große Kaderumbruch steht bevor. Eine größere Rolle als zuletzt auf dem Platz werden dabei auch die HSV-Franzosen spielen.
Zusammenfassung:
- Nie zuvor gab es so viele Franzosen im Kader des HSV.
- Rayan Philippe kommt auf die meisten Bundesliga-Einsätzen der Franzosen beim HSV, will sich durchsetzen.
- Die Zukunft von Mikelbrencis, Dompé und Soumahoro beim HSV ist hingegen ungewiss.
Insgesamt 29 verschiedene Profis wurden beim HSV in dieser Saison bislang eingesetzt. Der Spielanteil der Legionäre war dabei mit 88,6 Prozent größer als bei jeder anderen Bundesliga-Mannschaft. Mit William Mikelbrencis, Jean-Luc Dompé, Aboubaka Soumahoro, Rayan Philippe und Warmed Omari gehörten auch fünf Spieler dazu, die einen französischen Pass besitzen. Nie zuvor gab es so viele Franzosen beim HSV. Das wird sich jedoch aller Voraussicht nach in der kommenden Saison ändern.
Philippe will sich beim HSV durchsetzen
Auf die meisten Bundesliga-Einsätze hat es unter den HSV-Franzosen Philippe gebracht. 26-mal durfte er ran, überwiegend in der Joker-Rolle (14 Spiele). Immerhin fünf Tore erzielte der Offensivspieler. Auch wenn seine Leistungen in vielen Bereichen noch ausbaufähig sind, steht ein Abschied des 25-Jährigen, der erst im vergangenen Sommer für 3,5 Millionen Euro aus Braunschweig in den Volkspark gewechselt war, aktuell nicht im Raum. Das Gleiche gilt für Omari.

Der Verteidiger, der für die Nationalmannschaft der Komoren spielt, aber auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde erst zu Beginn des Jahres fest verpflichtet und ist auch für die nächste Saison beim HSV voll eingeplant. Vor einer ungewissen Zukunft stehen hingegen Dompé, Mikelbrencis und Soumahoro.
Wie endet der HSV-Poker mit Mikelbrencis?
Bei Mikelbrencis läuft der Vertrag aus. Der 22-Jährige hat in dieser Saison einen großen Schritt gemacht. Bei 15 seiner 25 Bundesliga-Einsätze stand er in der Startelf. Der Außenverteidiger bereitete vier Tore vor und steigerte seinen Marktwert von zwei auf drei Millionen Euro. Auf der anderen Seite gab es allerdings auch immer wieder Probleme in der Defensivarbeit. Grundsätzlich sieht der HSV bei Mikelbrencis weiter Potenzial. Ob es auch zu einer Vertragsverlängerung kommt, ist jedoch offen. Gerade mit Blick auf das Gehalt liegen beide Seiten deutlich auseinander. Ein Abschied käme nicht komplett überraschend. Für den HSV wird es am Ende auch eine Frage der Alternativen sein.

Noch einen Vertrag bis 2027 besitzt Dompé. Dass er diesen auch in Hamburg erfüllt, ist jedoch zumindest sehr ungewiss. Der 30-Jährige war in der vergangenen Saison mit neun Toren und 14 Vorlagen einer der großen Aufstiegshelden. In der Bundesliga spielte er dann allerdings nur noch eine Nebenrolle. Mit bislang 20 Einsätzen (drei Tore) hat er so wenig gespielt wie noch nie seit seinem Wechsel 2022 zum HSV. Neben körperlichen Problemen gab es mit seiner Alkoholfahrt im Januar auch mal wieder ein krasses Fehlverhalten abseits des Platzes. Die Zeichen stehen im Sommer auf Trennung.
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Bleibt noch Soumahoro. Mit viel Vorschusslorbeeren war der Defensiv-Allrounder im Januar 2025 für gut zwei Millionen Euro aus Paris zum HSV gewechselt. Es sollte eine Investition für die Zukunft sein. Statt nach oben ging sein Marktwert bislang nach unten. Hinter ihm liegt eine verschenkte Saison. Nach nur vier HSV-Einsätzen in der Hinrunde wurde er im Winter an den französischen Zweitligisten AS Saint-Étienne verliehen. Komplett ohne Spielpraxis kommt er nun nach Hamburg zurück und wird womöglich direkt erneut verliehen. Sein Vertrag läuft noch bis 2029.
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