Er spürt und liest das Spiel: Darum ist Sambi Lokonga für den HSV ein Glücksfall
Derby-Helden gab es aufseiten des HSV nach dem 3:2-Triumph gegen Werder Bremen zahlreiche. Albert Sambi Lokonga gehörte definitiv ganz vorne mit dazu. Der Belgier machte am Sonntag sein bislang bestes Spiel für die Hamburger – und stellte ganz nebenbei einen persönlichen Saisonrekord auf. Hinterher schwärmte auch HSV-Coach Merlin Polzin von den Qualitäten des Mittelfeldspielers.
Kurz vor Transferschluss war Sambi Lokonga im vergangenen Sommer zum Schnäppchenpreis (300.000 Euro) aus London in den Volkspark gewechselt. Für den 26-Jährigen ist Hamburg nach Arsenal, Luton Town, Crystal Palace (alle Premier League), Anderlecht (Belgien) und dem FC Sevilla (Spanien) die sechste Profi-Station seiner Karriere. Einen solchen Start wie beim HSV hat er zuvor allerdings noch nie hingelegt.
Sambi Lokonga erzielt das dritte Tor im HSV-Trikot
Gegen Bremen machte Sambi Lokonga sein zehntes Pflichtspiel für die Hamburger. Er glänzte im Nordderby nicht nur als Taktgeber und starker Zweikämpfer, sondern erzielte auch den Treffer zum 1:1. Für den Belgier war es bereits das dritte Tor im HSV-Trikot. Nie zuvor hat er in einer kompletten Saison häufiger getroffen.

Sambi Lokonga, der im Sommer die komplette Vorbereitung in Hamburg verpasst hat und sich zunächst an das neue Umfeld in Deutschland und beim HSV gewöhnen musste, hat sich im Team von Trainer Merlin Polzin überraschend schnell festgespielt. In den vergangenen acht Bundesligaspielen gehörte er stets zur Startelf. Daran dürfte sich so schnell kaum etwas ändern.

„Sambi ist ein Spieler, der es einfach schafft, das Spiel zu lesen, zu spüren und den Rhythmus zu bestimmen“, schwärmt Polzin, der nicht nur davon angetan ist, wie der Belgier das HSV-Spiel auf dem Rasen lenkt. „Auch außerhalb des Platzes geht er als Leader voran, das ist aller Ehren wert. Er ist extrem wichtig für den weiteren Prozess in unserer Mannschaft.“
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Für den HSV ist Sambi Lokonga bislang ein absoluter Glücksgriff – das war nicht nur im Nordderby zu sehen. Macht er so weiter, wird auch sein Marktwert (aktuell sechs Millionen Euro) bald wieder steigen, und auch die belgische Nationalmannschaft (bislang zwei Einsätze) dürfte wieder ein Thema werden.
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