Emir Sahiti wandert vor einem Spiel des HSV in Richtung Ersatzbank.

Bis Ende Januar kickte Emir Sahiti beim HSV, ließ sich dann an Maccabi Tel Aviv verleihen. Foto: IMAGO/HMB-Media

Bricht der HSV-Profi seine Leihe ab? Riesen-Wirbel in Israel um Sahiti

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Vieles sprach dafür, dass Emir Sahiti mit seiner Winter-Leihe zu Maccabi Tel Aviv sein Glück gefunden hatte. Kaum in Israel angekommen, zündete der Offensivmann den Turbo und startete mit vier Toren in seinen ersten fünf Spielen. Doch das kleine Fußballmärchen hat sich längst zu einem Albtraum entwickelt. Bei Maccabi geht man sogar davon aus, dass Sahiti nie wieder das Trikot des stolzen Rekordmeisters tragen wird.

Großer Wirbel herrscht aktuell bei Maccabi rund um Sahiti. Der Hintergrund: Wegen des Nahostkrieges und der verordneten Spielpause verließ der 27-Jährige gemeinsam mit Ehefrau und Tochter vor wenigen Wochen das Land und durfte sich in Kroatien aufhalten. Dort fühlen sich die Sahitis zu Hause.

HSV-Leihgabe Sahiti fehlt bei Liga-Fortsetzung in Israel

Aber: Nachdem die HSV-Leihgabe schon beim kürzlich anberaumten Trainingscamp auf Zypern fehlte, verpasste er nun auch als einer von vier ausländischen Spielern die erste Liga-Partie nach der Unterbrechung. Am Ostersonntag siegte Maccabi mit 4:1 bei Hapoel Haifa – und das unter heftigen Bedingungen. Bis 90 Minuten vor dem Anpfiff der Partie flogen iranische Raketen auf die Stadt. Die Partie wurde dennoch angepfiffen.


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Sahiti aber ist die Angelegenheit zu heikel. Während zwei andere ausländische Spieler mittlerweile zu ihrem Verein zurückgekehrt sind, verweigern Sahiti und sein venezolanischer Mitspieler Kervin Andrade weiterhin die Rückreise ins Krisengebiet. Am Montag hieß es in israelischen Medien, Maccabi rechne nicht mehr mit der Rückkehr Sahitis.

Tel Aviv besitzt eine Kaufoption auf HSV-Profi Sahiti

Wie geht der HSV damit um? Die Leihe des Kosovaren läuft bis zum Saisonende, anschließend besitzt Tel Aviv eine Kaufoption in Höhe von 500.000 Euro. Trainer Merlin Polzin und Sportdirektor Claus Costa stehen im regelmäßigen Austausch mit Sahiti. Eine baldige Auflösung der Leihe ist aktuell aber kein Thema. Der HSV hat ohnehin keine Handhabe. Wenn, dann müsste sich Sahiti mit den Maccabi-Bossen darauf verständigen. Doch selbst wenn es dazu käme, wäre nicht klar, ob der Nationalspieler (sieben Einsätze) wieder mit dem HSV im Volkspark trainieren könnte. Denn: Wer würde dann eigentlich Sahitis Gehalt bis Saisonende bezahlen?

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In jedem Fall dürfte sich der Rechtsaußen für den Sommer nach einem neuen Verein umschauen. Eine Rückkehr nach Tel Aviv scheint für ihn kaum noch vorstellbar zu sein. Es ist die dramatische Krönung einer für ihn schlussendlich völlig missratenen Saison.

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